22. OKTOBER 2017

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Power to Gas in Frankfurt durchgetestet


Markt-News

Drei Jahre lang wurde die Power-to-Gas-Anlage der Thüga in Frankfurt am Main im Praxisbetrieb auf Herz und Nieren untersucht. Jetzt liegen die Resultate vor. Nun sei die Politik am Zug, so die Thüga. Das Unternehmen fordert gesetzliche Rahmenbedingungen für Power to Gas.

»Wir konnten eindeutig belegen, dass die Gemeinschaftsanlage in den zurückliegenden drei Jahren Praxisbetrieb alle Belastungstests bestanden hat. Die Technologie hat viele Erkenntnisse für die weitere Nutzung geliefert«, so Constantin H. Alsheimer, Vorstandsvorsitzender der Mainova. Bei der Inbetriebnahme der Anlage 2014 war dies die weltweit erste Demonstrationsanlage, die Strom in Wasserstoff umgewandelt und in das kommunale Gasverteilnetz eingespeist hat, heißt es (im Bild der Bau der Anlage).

Unter anderem wurde die Anlage während des Livebetriebes mit Wind- und Solaranlagen, einem BHKW und dem Stromverbrauch mittels Computersimulation in einem virtuellen Smart Grid zusammen geschaltet. Nach Ansicht der Projektpartner hat sich die Technologie damit auch als Komponente bei intelligenten Netzstrukturen bewährt. Übertroffen habe die Anlage die Erwartungen besonders beim Wirkungsgrad, heißt es. »In ihrem relevanten Lastbereich zwischen 50 und circa 325 Kilowatt erreicht die Gesamtanlage – von der Stromentnahme bis zur Gaseinspeisung – einen Wirkungsgrad von bis zu 77 Prozent, bezogen auf den Brennwert«, so Michael Riechel, Vorstandsvorsitzender der Thüga. Ferner habe man belegen können, dass die Technologie prinzipiell auch für den Einsatz im Primärregelenergiemarkt geeignet sei. Zur Marktimplementierung sollte die Politik unter anderem gezielte Förderprogramme mit dem Ziel auflegen, die Kosten zu reduzieren und die Wirkungsgrade weiter zu erhöhen. Die Anlage ist im Sommer 2017 außer Betrieb genommen und abgebaut worden.

www.thüga.de 

Ausgabe:
es 08/2017
Bilder:
Mainova

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