18. NOVEMBER 2017

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Prozess-Komplexität erfordert Knowhow


Menschen Karriere

Fachkräfte - Die IT-Abteilungen der Energiewirtschaft müssen komplexe Gesetzesvorgaben fehlerfrei umsetzen. Dafür brauchen sie gutes Personal. Die FH Aachen hat jetzt den Studiengang Energiewirtschafts-Informatik konzipiert.

Für Unternehmen der Energiewirtschaft sind IT-Systeme entscheidend für den Erfolg. Gerade aufgrund der sich fortlaufend ändernden gesetzlichen Rahmenbedingungen müssen diese kontinuierlich angepasst und Abläufe automatisiert werden. Beispielhaft dafür sind unter anderem die halbjährlichen Anpassungen der EDIFACT-Datenformate. Um die Herausforderungen zu meistern, benötigen die Unternehmen Experten, die innovative IT-Lösungen entwickeln.

»Aufgrund dieser Situation haben gerade Informatiker mit ausgeprägten Prozesskenntnissen in der Energiewirtschaft ausgezeichnete Zukunftsaussichten, denn der Bedarf an effizienten Prozesslösungen ist groß«, so Timm Beyer, Geschäftsführer Smartmove. Inneffektive IT-Systeme, zum Beispiel bei der Abrechnung, führen bei Versorgern regelmäßig zu hohen Kosten. Grund dafür sind oft hohe Fehlerquoten und eine fehlende Automatisierung der Bearbeitung von Rechnungsreklamationen, die zu einem Bearbeitungsstau führen.

Personelle Ressourcen fehlen

Werden die bestehenden Fristen dabei nicht eingehalten, drohen den Unternehmen Strafzahlungen. »In der Praxis sehen wir, dass den Unternehmen oftmals schlicht die personellen Ressourcen fehlen, um entsprechende Probleme IT-seitig zu lösen«, so Beyer. Um diesen Marktanforderungen erfolgreich zu begegnen, hat die FH Aachen den neuen Masterstudiengang Energiewirtschafts-Informatik entwickelt, der ab Wintersemester 2013/14 angeboten wird.

Er ruht auf drei Säulen: Neben den klassischen Bereichen Energietechnik und Informatik spielen wirtschaftliche und juristische Aspekte eine Rolle, etwa wenn es um Fragen des Marktzugangs geht. Die Entwicklung des Studiengangs geschieht in enger Abstimmung mit dem regionalen Mittelstand. Soptim, procom, regio IT, Kisters, Klafka & Hinz sowie ene´t und BET haben die Stiftung gegründet. Sie haben inhaltliche Impulse geliefert sowie die Finanzierung einer Stiftungsprofessur sichergestellt.

Kenntnisse aus verschiedenen Disziplinen

Der Rektor der FH Aachen, Professor Marcus Baumann, meint: »In den Gesprächen mit den Vertretern aus Industrie und Wirtschaft ist uns schnell bewusst geworden, dass die Einrichtung eines Masterstudiengangs Energiewirtschafts-Informatik eine enorme Chance darstellt. Es ist offensichtlich, dass in vielen Bereichen in der Industrie gut ausgebildete Ingenieurinnen und Ingenieure dort gefordert sind, wo es auf Kenntnisse aus verschiedenen Disziplinen ankommt. Dafür ist der Energiewirtschafts-Informatiker ein gutes Beispiel.«

Der neue Master umfasst drei Vorlesungssemester sowie ein Abschlusssemester, in dem die Studierenden eine forschungs- oder projektorientierte Masterarbeit schreiben. »Energiewirtschaft und Informatik sind zwei wichtige Säulen der Energiewende. Der kombinierte Masterstudiengang bietet den jungen Leuten beste Berufsaussichten und einen Kompetenzvorsprung für alle Unternehmen der Region«, so der Stiftungsvorsitzende Dr. Hans Röllinger.

www.smartmove-it.com
www.fh-aachen.de

Ausgabe:
es 05/2013
Bilder:
Rainer Sturm / pixelio.de

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