19. FEBRUAR 2018

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Eine Kartonagenfabrik setzt beim Energie-Monitoring auf kommunikationsfähige Kompaktleistungsschalter, die Energiewerte gleich miterfassen.
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Naturgemäß ist die Kartonherstellung ein energieintensiver Prozess. Dies gilt auch für das auf Recyclingkarton für die Faltschachtel- und Gipsplatten-Industrie spezialisierte Unternehmen Moritz J. Weig mit Hauptsitz in der Eifel-Stadt Mayen. Die drei Geschäftseinheiten decken den gesamten Prozess von Rohstoffgewinnung aus Altpapier über Kartonproduktion bis hin zur Weiterverarbeitung beim Herstellen von Verpackungen ab.

Die Produktion durch Weig-Karton am Standort Mayen spielt dabei die zentrale Rolle. Die Jahreskapazität der beiden Kartonmaschinen liegt bei 630.000 Tonnen Faltschachtel- und Gipskarton.


Durch die im Kraftwerk installierten KWK-Anlagen wird der Dampf- und Strombedarf effizient gedeckt. Die für den Prozess nicht mehr nutzbare Abwärme fließt ins Fernwärmenetz von Mayen. Geschlossene Kreisläufe sowie eine werksinterne Abwasseraufbereitungsanlage minimieren den Wasserbedarf.


Ein systematisches Energiemanagement begleitet diese Maßnahmen bereits seit Jahren. Als 2012 die Re-Zertifizierung des Energiemanagements gemäß der aktuellen ISO 50001 anstand, rückte das Thema Energiemonitoring noch stärker in den Vordergrund.

Störungen im Blick

Für den Hauptenergieträger Erdgas war schnell eine Lösung gefunden. Komplexer gestaltete sich die Suche nach einer Monitoring-Lösung für die elektrischen Energieströme. »Immerhin haben wir allein im Umfeld der beiden Kartonmaschinen und der Kläranlage mehrere hundert Verbraucher, die einzeln erfasst und ausgewertet werden müssen«, so Thomas Ganster, bei Weig-Karton zuständig für Werksenergie und Energiemanagement.


Fündig wurden die Elektrotechnik-Experten des Unternehmens Manfred Borsch und Christof Schnall bei Siemens: Die Energiemonitoring-Software Powermanager überwacht und archiviert elektrische Kenngrößen wie Spannungen, Ströme, Leistungen, Energiewerte und Frequenzen. Damit ist die wesentliche Voraussetzung für eine transparente Analyse der Energieströme gegeben.


Hardwareseitig benötigt Powermanager einen Windows-PC/Server und ein Lan-Netzwerk für Ethernet (Modbus TCP). Auf dem PC werden die Leistungsmittelwerte der überwachten Kenngrößen in Ganglinienform angezeigt und können miteinander verglichen werden. So lassen sich beispielsweise Lastgänge verschiedener Fertigungslinien gegenüberstellen. Ebenso angezeigt werden Störungen in der Energieverteilung.


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Ausgabe:
es 01/2018
Bilder:
Bild: Siemens
Bild: Siemens
Bild: AVE

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