21. FEBRUAR 2018

zurück

kommentieren drucken  

Erneuerbare - was macht ein gutes Investment aus?


Eine Antwort bitte ... Prof. Dr. Klaus-Dieter Maubach

Die Energieerzeugung von Wind- und Solaranlagen ist in den vergangenen zehn Jahren jährlich um 16 beziehungsweise 56 Prozent gestiegen. Der Anteil der erneuerbaren Energien (EE) an der deutschen Bruttostromerzeugung nimmt folglich stetig zu.

Gleichzeitig sind die durchschnittlichen Investitionskosten der Anlagen jeweils um ein Viertel bzw. um die Hälfte gesunken. Diese Entwicklung wird andauern und trägt zur Attraktivität des Sektors bei.

In der Vergangenheit wurde der Ausbau der EE vor allem durch Technologie-spezifische Ziele und staatlich festgesetzte Einspeisevergütungen getrieben. In Zukunft wird dies in erster Linie durch wettbewerblich ermittelte Einspeisevergütungen und die Integration in Strommärkte geschehen. Die Regulierung steht also vor einer Zeitenwende – von der Preissteuerung zur Mengensteuerung hin zur Marktintegration.
Welche Folgen hat das für Investoren? Statt fixen Einspeisevergütungen und Marktprämienmodellen werden Ausschreibungsverfahren und möglicherweise der Emissionshandel dominieren. Die Verschärfung des Wettbewerbs zwingt die Unternehmen, die Kosten für Investitionen und den Betrieb zu senken, die Finanzierung zu optimieren und Standort- und Ertragsanalysen durchzuführen. Die Erzeugung von sauberer Energie wird so auch ohne Subventionen wettbewerbsfähig sein – und ist es zum Teil heute schon. Von diesem mittel- bis langfristig positiven Effekt profitieren auch die Investoren.

Angesichts der Konsolidierung auf dem Markt für EE wird Größe eine immer wichtigere Rolle spielen. Ein EE-Unternehmen, das breit aufgestellt ist und nicht nur Portfoliomanagement betreibt, sondern auch eine Auktions- und Vermarktungskompetenz besitzt und mit Projektentwicklern kooperiert, hat die besten Chancen, in diesem Marktumfeld weiter profitabel zu wachsen.
Die Capital Stage hat sich auf diese Marktentwicklung eingestellt: Wir sind von den Chancen des Marktes für EE weiterhin überzeugt. Kaum eine andere Branche in Europa verfügt über so viel Potenzial und weist vergleichbare Wachstumsraten aus. Wir wollen die daraus entstehenden Opportunitäten für uns auch zukünftig nutzen und die Konsolidierung aktiv mitgestalten. Der Zusammenschluss mit Chorus Clean Energy bringt uns auf diesem Wege ein gutes Stück voran. Mit dem Überschreiten der Mindestannahmequote für den Zusammenschluss am Dienstag, dem 14. September 2016, sind wir bereits auf die Zielgerade eingelaufen.

Für Investitionen in EE gilt es letztlich auch weiterhin, die Bandbreite der Investitionsmöglichkeiten auszuloten. Wenn Kriterien wie starkes Marktwachstum, stabile Cashflows, attraktive Renditen, qualitativ hochwertige Anlagen und günstige Finanzierung erfüllt werden, können Anleger ein gutes Investment tätigen.

Ausgabe:
es 08/2016
Bilder:

kommentieren drucken  


ANZEIGE

 

Diese Artikel könnten Sie ebenfalls interessieren:

Studie: Bürgerenergie bleibt Schlüssel für Energiewende

Studie: Bürgerenergie bleibt Schlüssel für Energiewende

Für eine erfolgreiche Energiewende in Deutschland spielen die Bürgerinnen und Bürger als Energieproduzenten eine Schlüsselrolle. Wie aus einer neuen Studie des Instituts Trendresearch hervorgeht, sind Privatpersonen weiterhin die mit Abstand wichtigsten Investoren für Erneuerbare-Energien-Anlagen. » weiterlesen
Europa, klar zur Wende?

Europa, klar zur Wende?

2017 wurde aus Wind, Sonne und Biomasse in der Europäischen Union erstmals mehr Strom produziert als aus Stein- und Braunkohle zusammen. Das zeigt eine Analyse zur europäischen Energiewende der Thinktanks Agora Energiewende und Sandbag. Trotzdem ist laut Studie nicht alles eitel Sonnenschein. » weiterlesen
Das E-Auto im virtuellen Kraftwerk

Das E-Auto im virtuellen Kraftwerk

Auto, Wohnhaus und Stromversorgung in einem intelligenten Energienetz verknüpft: Im Rahmen eines Forschungsprojekts führt Audi gemeinsam mit weiteren Partnern einen Modellversuch mit Haushalten im Raum Ingolstadt und der Region Zürich durch. » weiterlesen
Künstliche Photosynthese mit Ökostrom

Künstliche Photosynthese mit Ökostrom

Kunststoff aus dem Fermenter? Im Forschungsprojekt Rheticus sollen aus Kohlendioxid und Ökostrom mit Hilfe spezieller Bakterien Spezialchemikalien produziert werden. Die Chemikalien sind unter anderem Basis für Kunststoffe. Elektrolyse und Fermentation werden aus dem Labormaßstab in einer Versuchsanlage zusammengeführt, die auch als Energiespeicher dienen soll. » weiterlesen
 
» Finden Sie weitere Fachartikel in unserem Artikelarchiv

  Jetzt Newsletter
abonnieren!


Aktuelle Ausgaben

Partner

Management Forum Starnberg GmbH

Medienpartner enerope

Maslaton

GVS