25. SEPTEMBER 2017

zurück

kommentieren drucken  

Erneuerbare - was macht ein gutes Investment aus?


Eine Antwort bitte ... Prof. Dr. Klaus-Dieter Maubach

Die Energieerzeugung von Wind- und Solaranlagen ist in den vergangenen zehn Jahren jährlich um 16 beziehungsweise 56 Prozent gestiegen. Der Anteil der erneuerbaren Energien (EE) an der deutschen Bruttostromerzeugung nimmt folglich stetig zu.

Gleichzeitig sind die durchschnittlichen Investitionskosten der Anlagen jeweils um ein Viertel bzw. um die Hälfte gesunken. Diese Entwicklung wird andauern und trägt zur Attraktivität des Sektors bei.

In der Vergangenheit wurde der Ausbau der EE vor allem durch Technologie-spezifische Ziele und staatlich festgesetzte Einspeisevergütungen getrieben. In Zukunft wird dies in erster Linie durch wettbewerblich ermittelte Einspeisevergütungen und die Integration in Strommärkte geschehen. Die Regulierung steht also vor einer Zeitenwende – von der Preissteuerung zur Mengensteuerung hin zur Marktintegration.
Welche Folgen hat das für Investoren? Statt fixen Einspeisevergütungen und Marktprämienmodellen werden Ausschreibungsverfahren und möglicherweise der Emissionshandel dominieren. Die Verschärfung des Wettbewerbs zwingt die Unternehmen, die Kosten für Investitionen und den Betrieb zu senken, die Finanzierung zu optimieren und Standort- und Ertragsanalysen durchzuführen. Die Erzeugung von sauberer Energie wird so auch ohne Subventionen wettbewerbsfähig sein – und ist es zum Teil heute schon. Von diesem mittel- bis langfristig positiven Effekt profitieren auch die Investoren.

Angesichts der Konsolidierung auf dem Markt für EE wird Größe eine immer wichtigere Rolle spielen. Ein EE-Unternehmen, das breit aufgestellt ist und nicht nur Portfoliomanagement betreibt, sondern auch eine Auktions- und Vermarktungskompetenz besitzt und mit Projektentwicklern kooperiert, hat die besten Chancen, in diesem Marktumfeld weiter profitabel zu wachsen.
Die Capital Stage hat sich auf diese Marktentwicklung eingestellt: Wir sind von den Chancen des Marktes für EE weiterhin überzeugt. Kaum eine andere Branche in Europa verfügt über so viel Potenzial und weist vergleichbare Wachstumsraten aus. Wir wollen die daraus entstehenden Opportunitäten für uns auch zukünftig nutzen und die Konsolidierung aktiv mitgestalten. Der Zusammenschluss mit Chorus Clean Energy bringt uns auf diesem Wege ein gutes Stück voran. Mit dem Überschreiten der Mindestannahmequote für den Zusammenschluss am Dienstag, dem 14. September 2016, sind wir bereits auf die Zielgerade eingelaufen.

Für Investitionen in EE gilt es letztlich auch weiterhin, die Bandbreite der Investitionsmöglichkeiten auszuloten. Wenn Kriterien wie starkes Marktwachstum, stabile Cashflows, attraktive Renditen, qualitativ hochwertige Anlagen und günstige Finanzierung erfüllt werden, können Anleger ein gutes Investment tätigen.

Ausgabe:
es 08/2016
Bilder:

kommentieren drucken  


ANZEIGE

 

Diese Artikel könnten Sie ebenfalls interessieren:

Speicher im Anflug

Speicher im Anflug

Wer zur Coburger Hütte in Tirol aufsteigt, kann nicht nur das Alpenpanorama mit Zugspitzblick genießen, sondern auch mit grünem Strom übernachten. Ein neuer Batteriespeicher ist nun mit dem Hubschrauber zur Hütte transportiert und dort installiert worden. » weiterlesen
Redox-Flow-Test in Herne

Redox-Flow-Test in Herne

Systemlösungen zur Eigenversorgung von Wohngebäuden mit regenerativer Energie, etwa mittels Photovoltaik, können künftig einen Beitrag zur Netzstabilität leisten. Doch welche Technologie ist die beste? Das Forschungsprojekt ›Redox-Herne‹ widmet sich dieser Frage. Ein wichtiger Teil des Projekts ist auch die Redox-Flow-Batterie. » weiterlesen
Wenig Gebote in Biomasse-Ausschreibung

Wenig Gebote in Biomasse-Ausschreibung

Die Ergebnisse der ersten Ausschreibung für Biomasseanlagen liegen vor. Die Bundesnetzagentur hat 24 Gebote mit einem Gebotsumfang von 27.551 Kilowatt bezuschlagt. "Bereits im Vorfeld wurde in der Branche erwartet, dass nur wenige Gebote eingehen werden. Dies hat sich nun bestätigt“, so Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur. Außerdem startete die dritte Ausschreibungsrunde für Windenergie an Land. » weiterlesen
Kohlendioxid-Preis für den Wärmemarkt?

Kohlendioxid-Preis für den Wärmemarkt?

Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) hat einen Vorschlag für eine CO2-Bepreisung im Wärmemarkt vorgestellt. Die Studie des Beratungsunternehmens Prognos schlägt vor, die Energiesteuer um eine CO2-Komponente inklusive eines Rückerstattungsmodells zu ergänzen. » weiterlesen
 
» Finden Sie weitere Fachartikel in unserem Artikelarchiv

  Jetzt Newsletter
abonnieren!


Aktuelle Ausgaben

Partner

Management Forum Starnberg GmbH

Medienpartner enerope

Maslaton

GVS