21. NOVEMBER 2017

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Erneuerbare - was macht ein gutes Investment aus?


Eine Antwort bitte ... Prof. Dr. Klaus-Dieter Maubach

Die Energieerzeugung von Wind- und Solaranlagen ist in den vergangenen zehn Jahren jährlich um 16 beziehungsweise 56 Prozent gestiegen. Der Anteil der erneuerbaren Energien (EE) an der deutschen Bruttostromerzeugung nimmt folglich stetig zu.

Gleichzeitig sind die durchschnittlichen Investitionskosten der Anlagen jeweils um ein Viertel bzw. um die Hälfte gesunken. Diese Entwicklung wird andauern und trägt zur Attraktivität des Sektors bei.

In der Vergangenheit wurde der Ausbau der EE vor allem durch Technologie-spezifische Ziele und staatlich festgesetzte Einspeisevergütungen getrieben. In Zukunft wird dies in erster Linie durch wettbewerblich ermittelte Einspeisevergütungen und die Integration in Strommärkte geschehen. Die Regulierung steht also vor einer Zeitenwende – von der Preissteuerung zur Mengensteuerung hin zur Marktintegration.
Welche Folgen hat das für Investoren? Statt fixen Einspeisevergütungen und Marktprämienmodellen werden Ausschreibungsverfahren und möglicherweise der Emissionshandel dominieren. Die Verschärfung des Wettbewerbs zwingt die Unternehmen, die Kosten für Investitionen und den Betrieb zu senken, die Finanzierung zu optimieren und Standort- und Ertragsanalysen durchzuführen. Die Erzeugung von sauberer Energie wird so auch ohne Subventionen wettbewerbsfähig sein – und ist es zum Teil heute schon. Von diesem mittel- bis langfristig positiven Effekt profitieren auch die Investoren.

Angesichts der Konsolidierung auf dem Markt für EE wird Größe eine immer wichtigere Rolle spielen. Ein EE-Unternehmen, das breit aufgestellt ist und nicht nur Portfoliomanagement betreibt, sondern auch eine Auktions- und Vermarktungskompetenz besitzt und mit Projektentwicklern kooperiert, hat die besten Chancen, in diesem Marktumfeld weiter profitabel zu wachsen.
Die Capital Stage hat sich auf diese Marktentwicklung eingestellt: Wir sind von den Chancen des Marktes für EE weiterhin überzeugt. Kaum eine andere Branche in Europa verfügt über so viel Potenzial und weist vergleichbare Wachstumsraten aus. Wir wollen die daraus entstehenden Opportunitäten für uns auch zukünftig nutzen und die Konsolidierung aktiv mitgestalten. Der Zusammenschluss mit Chorus Clean Energy bringt uns auf diesem Wege ein gutes Stück voran. Mit dem Überschreiten der Mindestannahmequote für den Zusammenschluss am Dienstag, dem 14. September 2016, sind wir bereits auf die Zielgerade eingelaufen.

Für Investitionen in EE gilt es letztlich auch weiterhin, die Bandbreite der Investitionsmöglichkeiten auszuloten. Wenn Kriterien wie starkes Marktwachstum, stabile Cashflows, attraktive Renditen, qualitativ hochwertige Anlagen und günstige Finanzierung erfüllt werden, können Anleger ein gutes Investment tätigen.

Ausgabe:
es 08/2016
Bilder:

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