29. MÄRZ 2017

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Schnell, vernetzt, intelligent – was bedeutet Digitalisierung?


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Ich bin davon überzeugt, dass sich die Aussage von Peter Glaser bewahrheiten wird: »Alles, was digitalisierbar ist, wird digitalisiert. Alles.« Egal für welche Branche bedeutet das: Wenn etablierte Player die Digitalisierung nicht vorantreiben, werden es Quereinsteiger machen und sie werden damit gewinnen. Denn Digitalisierung ist zwar mit Aufwand verbunden, aber sie steigert die Effizienz enorm. Prozesse werden soweit wie möglich automatisiert und alle involvierten Gegenstände bekommen einen digitalen Schatten, der sie eindeutig und hinreichend genau beschreibt.

In der Energiebranche werden keine Gegenstände produziert und verkauft. Man arbeitet schon lange mit dem digitalen Schatten der Waren in Form der Zählwerte für Strom, Gas und Wärme. Zusätzlich werden in absehbarer Zeit alle Komponenten und Bauteile der Anlagen ihren digitalen Schatten haben, mit dem zu identifizieren ist, welches Bauteil wo verbaut ist, und wann, wo und von welchen Maschinen es hergestellt wurde.

Zentrale Bedeutung hat die praktisch vollständige Digitalisierung der Prozessketten, und zwar der internen Abläufe sowie der gesamten Kommunikation mit den Kunden. Hier ist Meter2Cash jedem ein Begriff, aber er beschreibt nur die Abwicklungsseite nach der Belieferung. Es wird um eine Digitalisierung von der Anfrage eines Interessenten im Portal über Angebotskalkulation, Angebotslegung, Vertragsabschluss, Belieferung bis zu Messung, Abrechnung, Rechnungslegung und Mahnwesen gehen. Und dies ist nur eine der Prozessketten, die es zu digitalisieren gilt.

Es geht nicht mehr um IT-Lösungen für einzelne Komponenten in dieser Prozesskette, sondern um durchgehende Prozessunterstützung, egal wie viele Softwarekomponenten beteiligt sind.

Auch für einen Softwarehersteller wie Soptim bedeutet das ein Umdenken. Nicht mehr die Lösungen für die Vertriebsunterstützung oder das Portfoliomanagement sind gefragt, sondern Plattformen wie die Soptim Energy Suite. In dieser lassen sich die Komponenten der bisherigen Lösungen kombinieren und innovative neue Komponenten leicht und sicher einbringen, aber auch Komponenten von Partnern integrieren oder anbinden, um eine stabile, systemübergreifende Digitalisierung zu ermöglichen.

Auch wir müssen unser Geschäft weiter digitalisieren. Denn Kunden und Interessenten möchten immer öfter eine bestehende Lösung nicht ablösen, sondern fragen nach einer durchgängigen Unterstützung für neue Geschäftsideen.

Die Digitalisierung betrifft also alle Unternehmensbereiche und ist sowohl eine Herausforderung als auch eine große Chance. Und dabei haben wir noch gar nicht über neue Möglichkeiten wie Data Analytics und Data Mining gesprochen.

Ausgabe:
es 09/2016
Unternehmen:
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