20. JANUAR 2018

zurück

kommentieren drucken  

Intelligentes Offshore-Windparkmanagement: Worauf kommt es an?


Eine Antwort bitte

Beim intelligenten Management geht es darum, aus Erfahrungen zu lernen und zukünftige Ereignisse vorhersehbar zu machen. Kommerzielle, rechtliche und technische Anforderungen aus bekannten Projekten müssen kombiniert, analysiert und die Erkenntnisse bei neuen Projekten zur Geltung gebracht werden. Hierzu tragen eine Reihe von Faktoren bei, wie zum Beispiel die 24/7-Fernüberwachung, die Datenanalyse durch erfahrene Ingenieure als auch regelmäßige Besuche bei den Windenergieanlagen.

Grundsätzlich von Bedeutung ist, das gesamte operative Know-how bereits in die Planung und Realisierung eines Windparks einfließen zu lassen. Wir nennen diesen Prozess ›vorgelagertes Knowledge-Management‹.

Unsere Erfahrung zeigt, dass sich viele Steakholder rein auf die Capital Expenditures (CAPEX) des Windparks konzentrieren, das heißt sie setzen den Fokus auf Entwicklung und Errichtung. Diese Aspekte sind unbestritten von großer Bedeutung, um den Financial Close zu erreichen.

Jedoch ist intelligentes Windparkmanagement hier noch lange nicht abgeschlossen. Viel mehr müssen ergänzend funktionierende Strukturen über den gesamten Lebenszyklus der Windenergieanlage geschaffen werden. Das bereits in den Niederlanden eingesetzte Ausschreibungsverfahren zeigt, dass es die Verbindung von CAPEX und Operational Expenditures ist, die die Stromerzeugungskosten enorm verringern kann.

Zentraler Aspekt des intelligenten Windparkmanagements ist, proaktive Wartungen in das Instandhaltungskonzept zu implementieren. Damit können Reparaturkosten und Ausfallzeiten minimiert werden – insbesondere für Großkomponenten, aber auch für andere Bauteile, die über die gesamte Lebensdauer genutzt werden.

Modernste Analysetechniken, eine gute Arbeitsvorbereitung und das handwerkliche Geschick der Techniker verhelfen dabei zu erfolgreichen Erstreparaturen und der dafür notwendigen hochwertigen Instandhaltung.

Wird die Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit Ihrer Anlagen erhöht, so steht auch der Verbesserung Ihres Strompreises nichts mehr im Wege. So können innovative Stromabnahmeverträge direkt mit industriellen Abnehmern vereinbart werden.

Wichtig für die direkte Belieferung des Marktes ist neben der Zuverlässigkeit auch die Berechenbarkeit der Anlagen sowie ein modernes System zur Berechnung von Windleistungsprognosen, welches für jeden Windpark optimiert ist. Wir betreiben unsere installierte Kapazität von 1,6 GW mit einem intelligenten Windparkmanagement, welches die Prinzipien der ISO 55000 Asset-Management-Norm umsetzt.


Ausgabe:
es 02/2017
Bilder:

kommentieren drucken  


ANZEIGE

 

Diese Artikel könnten Sie ebenfalls interessieren:

Mehr Wind vom Meer

Mehr Wind vom Meer

Die Windbranche hat aktuelle Ausbauzahlen zur Offshore-Windenergie vorgestellt. Insgesamt sind mehr als 5,3 Gigawatt an Kapazität am Netz. Die Stromproduktion aus Windenergie auf See stieg im Vergleich zu 2016 stark an. » weiterlesen
Windkraft-Erlöse außerhalb des EEG heben

Windkraft-Erlöse außerhalb des EEG heben

Gibt es neben dem EEG alternative Optionen, Anlagen wirtschaftlich zu betreiben? Diese Frage stellt sich für Betreiber von Windenergieanlagen angesichts sinkender EEG-Fördersätze, hoher Hürden, um im Ausschreibungsverfahren eine Förderung zu erhalten sowie der in manchen Regionen zunehmenden Abregelungen im Rahmen des Einspeisemanagements. Der BWE hat dazu einen Leitfaden veröffentlicht. » weiterlesen
Teil Drei für Windenergie an Land

Teil Drei für Windenergie an Land

Die Bundesnetzagentur hat die Zuschläge der dritten Ausschreibung für Windenergie an Land erteilt. Die Ausschreibung war deutlich überzeichnet und auch diesmal kamen fast nur Gebote von Bürgerenergiegesellschaften zum Zuge. Die Branche reagierte mit Kritik auf die Ergebnisse. » weiterlesen
Mit Rückenwind

Mit Rückenwind

Offshore-Wind befindet sich nach den ersten Ausschreibungsergebnissen in einer Konsolidierungsphase, sagen Experten. Höherer Kostendruck für immer weniger Akteure seien die Folge, heißt es. Im Gegenzug steigen die Lernkurven. Das Offshore-Projekt Arkona wächst laut E.on deutlich schneller als erwartet. » weiterlesen
 
» Finden Sie weitere Fachartikel in unserem Artikelarchiv

  Jetzt Newsletter
abonnieren!


Aktuelle Ausgaben

Partner

Management Forum Starnberg GmbH

Medienpartner enerope

Maslaton

GVS