18. NOVEMBER 2017

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Jeden Tag zum China-Mann?


Menschen

Mobil - und karriereorientiert: Die Erwartungen des Lebenspartners spielen mit, wenn jemand vor dem nächsten Karrieresprung steht. Forscher der Universität Hohenheim haben das genauer untersucht.
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Je karriereorientierter Mitarbeiter und ihre Partner sind, desto stärker erwarten sie von ihrem Gegenüber, ebenfalls erfolgreich zu sein. Und ist der Partner mobil, sind auch Mitarbeiter eher bereit umzuziehen. Marion Büttgen und Jan Ullrich vom Lehrstuhl für Unternehmensführung der Universität Hohenheim erforschen, wie private Kontextfaktoren das konkrete berufliche Entscheidungsverhalten beeinflussen.

Ins Ausland oder nicht?

Karriereorientierung gibt den Ausschlag: Je stärker Mitarbeiter an ihren Partnern wahrnehmen, dass sie an ihrer Karriere orientiert sind, desto stärker fühlen sie sich unter Druck gesetzt, ebenfalls Karriere zu machen.
Und je stärker Personen sich selbst an Karriere ausrichten, desto stärker erwarten sie das auch von ihrem Partner. Ähnliches gilt für berufliche Mobilität: Für ungebundene Mitarbeiter noch immer attraktiv wird es schwieriger, wenn Lebenspartner ins Spiel kommen. Für Unternehmen ist es daher sehr wichtig, die genauen Gründe zu erfahren, warum Mitarbeiter sich dagegen entscheiden, sich ins Ausland entsenden zu lassen oder einen Job an einem anderen Standort anzunehmen.

Unternehmen können dann die bestehenden Prozesse besser an die privaten Umstände der Mitarbeiter anpassen. Hier setzten Büttgen und Ullrich an. Sie befragten rund 1.300 Fach- und Führungskräfte und gaben ihnen die Möglichkeit, auch ihre Partner mitbefragen zu lassen. Davon machten über 200 Partner Gebrauch.

»So war es möglich, zu überprüfen, inwieweit Wahrnehmungen der Mitarbeiter über Erwartungen und Einstellungen ihrer Partner mit den Einschätzungen der Partner über sich selbst übereinstimmen«, erklärt Büttgen.

Karriereorientierung

Je karriereorientierter ein Mitarbeiter seinen Partner wahrnehme, desto stärker fühle er sich von ihm unter Druck gesetzt, ebenfalls Karriere machen zu müssen, so Büttgen. Aber das gelte auch umgekehrt: Je karriereorientierter der Partner selbst sei, desto stärker erwarte er auch von dem Mitarbeiter, Karriere zu machen. Interessanterweise gelte dies für Frauen ebenso wie für Männer.


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Ausgabe:
es 02/2017
Bilder:
Bild: Cornerstone /pixelio.de

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