30. APRIL 2017

zurück

kommentieren drucken  

Zukunft ist Chefsache


Markt

Seit vorigem Juni leitet Ralf Christian die Siemens-Division Energy Management in alleiniger Verantwortung. Der Chef von 50.000 Mitarbeitern über heute, morgen und die Work-life-balance.
Mehrseitiger Artikel:
1 2 3 4 5  

Die deutsche Energiewende ist ein Großprojekt. Für einen Konzern wie Siemens ist der deutsche Markt aber im Grunde nur ein Markt unter weiteren. Kann man dadurch manche Entwicklungen besser einschätzen? Sei es hierzulande, sei es woanders in der Welt?

Zuerst einmal ist der deutsche Markt für Siemens ein sehr wichtiger Markt, gerade in Bezug auf die Energiewende. Daraus ergeben sich für uns neue Möglichkeiten und Chancen: Denn wir haben schon immer alle Zutaten im Portfolio für das Gelingen der Energiewende. Und natürlich sehen wir große Trends, auch außerhalb Deutschlands, die uns helfen, geschäftsrelevante Entscheidungen zu treffen.

Trend Nummer eins: Strom entwickelt sich inzwischen zu einem universellen Energieträger. Nicht nur für elektronische Geräte oder Licht, sondern eigentlich für alles. Das gilt weltweit.

Das heißt, es gibt eine ganz klare Perspektive für uns als Unternehmen und für meine Division, dass Strom der gewinnende Energieträger ist – mit den geringsten Verlusten und der höchsten Effizienz. Im Rückblick kann man sagen, immer wenn wir Dinge elektrifiziert haben, waren sie deutlich effizienter als vorher.

Trend Nummer zwei: Während wir unsere Gesellschaft komplett elektrifizieren, integrieren wir immer mehr erneuerbare Energiequellen. Das heißt, die Energiewende bedeutet eine Vollverstromung unseres energetischen Bedarfs – der modernen Gesellschaft. Und diese Entwicklung basiert zunehmend auf den erneuerbaren Energien. Das deutsche Modell dient uns hier als Blaupause. Die Erfahrungen können wir bei unseren Kunden weltweit einbringen

Wenn Sie aus dem Ausland nach Deutschland zurückkommen, fallen Ihnen dann Dinge auf, die man hierzulande besser machen sollte bei der Energiewende?


Im Ausland bekommen wir viel Anerkennung für das, was wir in Deutschland machen. Natürlich gibt es immer Dinge, die man besser machen könnte, beispielsweise das Thema CO2-Reduktion. Wir haben das Ziel erreicht. Aber zu welchem Preis? Da wäre eine Bestnote wahrscheinlich nicht angemessen. Manch andere Länder sind bei der CO2-Reduktion in der gleichen Zeit deutlich schneller vorangekommen.


Mehrseitiger Artikel:
1 2 3 4 5  
Ausgabe:
es 03/2017
Bilder:
Siemens

kommentieren drucken  


ANZEIGE

 

Diese Artikel könnten Sie ebenfalls interessieren:

RONT mit pflanzlicher Basis

RONT mit pflanzlicher Basis

Wie verhält sich Pflanzenöl als Isolator in einem regelbaren Transformator? Dieser Frage gehen die Netze BW und die Sächsisch-Bayerische Starkstrom-Gerätebau (SBG) in einer Ortsnetzstation in Bodnegg im Landkreis Ravensburg nach. » weiterlesen
Partnerschaftlich vernetzt

Partnerschaftlich vernetzt

Schon seit Jahren arbeiten Stadtwerke Aachen und Energie- und Wasser-Versorgung Stolberg in etlichen Bereichen zusammen. Jetzt wollen die Unternehmen das nächste Vorhaben angehen: die Gründung einer gemeinsamen Netzgesellschaft. » weiterlesen
Schneller zum Fehler

Schneller zum Fehler

Messen & Prüfen - Fällt der Strom im Niederspannungsnetz aus, ist Eile geboten. Versorger können mit einem neuen Sicherungssystem die Fehlersuche beschleunigen. Haushalte bleiben am Netz. » weiterlesen
Wirkkraft grüner Energie

Wirkkraft grüner Energie

Der rückläufige Trend bei den Großhandelspreisen für Strom in Deutschland hielt 2016 an. Erstmals seit drei Jahren sank der Redispatch. Einen Einfluss auf diese Entwicklungen hatten auch die erneuerbaren Energien. Das zeigt die Marktanalyse des Übertragungsnetzbetreibers Tennet für das Jahr 2016. » weiterlesen
 
» Finden Sie weitere Fachartikel in unserem Artikelarchiv

  Jetzt Newsletter
abonnieren!


Aktuelle Ausgaben

Partner

Management Forum Starnberg GmbH

Medienpartner enerope

Maslaton

GVS