26. APRIL 2018

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Soll und Haben


Titelstory

Vertrieb - Der Photovoltaik-Markt in Deutschland hat noch Potenzial, denn die meisten Dächer hierzulande bestehen nach wie vor aus Dachziegeln, nicht aus Solarmodulen. E.on will jetzt mit der Solar Cloud den Eigenverbrauch fördern. Der Strom wird auf einemKonto gutgeschrieben.
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Gestern kam die Stromrechnung meist auf Papier, mit der Post – heute per Mail. Und in zehn Jahren? Dann bekommen viele wahrscheinlich gar keine Rechnung mehr von ihrem Versorger. Die Sonne schickt keine Rechnung. Mit diesem Slogan warb vor ein paar Jahren die Solarwirtschaft für ihre Produkte. Jetzt sorgen die Energiewende und technische Innovationen dafür, dass der Werbespruch Wirklichkeit wird.

Online-Konto

Nicht über Nacht, aber Schritt für Schritt: Jüngst stellte E.on die Solar Cloud vor; das Angebot basiert im Kern darauf, dass sich Verbraucher mit Solarstrom aus einer PV-Anlage versorgen.

Damit der Eigenverbrauch möglichst hoch ist, gehört zu dem Angebot neben der Solaranlage auch ein Akkuspeicher.

Cloud heißt das Angebot deshalb, weil E.on den Betreibern der Anlagen ein virtuelles Konto im Netz einrichtet.

In den Sommermonaten lässt sich dadurch kontinuierlich eine Rücklage an ökologisch erzeugten Kilowattstunden ansparen. Damit ist die klassische Stromrechnung im Prinzip obsolet.

Angebot ab 21,99 Euro

Stattdessen berechnet E.on eine monatliche Pauschale. Das Geld ist Gegenleistung für die Bereitstellung des Stromkontos. »Um die Solar Cloud zu nutzen, hat der Kunde die Wahl zwischen verschiedenen Paketen, die ab 21,99 Euro monatlich verfügbar sind«, sagt Stefan Moriße von E.on. Die PV-Hardware sowie der Speicher kosten bei Vertragsbeginn einmalig Gebühr. Die Monatspakete unterscheiden sich zum einen nach dem Jahresenergieverbrauch im Haushalt und liegen aktuell zwischen 3.000 und 8.000 Kilowattstunden. »Damit decken wir die Verbräuche kleinerer als auch größerer Einfamilienhäuser komplett ab.«

Privathaushalte im Fokus

Zum anderen bietet E.on für jedes Paket-Volumen auch eine Premium-Variante an. Diese enthalten Zusatzservices wie eine Allgefahrenversicherung, eine sogenannte Sonnenscheingarantie und einen Effizienzcheck.
Seit April ist der Konzern mit der Solar Cloud auf dem deutschen Markt. Zunächst will man Privathaushalte als Kunden gewinnen.


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Ausgabe:
es 04/2017
Bilder:
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Bild: PhotoSG/ fotolia.de

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