22. SEPTEMBER 2017

zurück

kommentieren drucken  

Ganz nah am Wind


Titelstory

Nicht nur Google und eBay können großvolumige Daten auswerten. Prüfer von TÜV SÜD nutzen eine App bei der Arbeit an Windenergieanlagen. Die Algorithmen zur Auswertung der Prüfdaten haben die Experten selbst entwickelt. Davon können auch Anlagenbetreiber und Betriebsführer profitieren.
Mehrseitiger Artikel:
1 2 3 4 5  

Die Inspektion ist abgeschlossen. Der Mitarbeiter schließt die Tür zur Windenergieanlage und der Sachverständige steckt sein Smartphone zurück in die Jackentasche. Damit ist die Arbeit getan, denn der Prüfbericht ist schon fertig. Aber nicht nur dieses wichtige Dokument liegt auf dem Server als PDF zum Download bereit: Auch alle Daten und Fotos, die der Sachverständige über den Touchscreen erfasst hat, sind dort hinterlegt und können – je nach Bedarf – einfach sortiert, zusammengefasst, dargestellt oder ausgewertet werden.

Was nach Zukunft klingt, ist seit rund einem Jahr betriebliche Praxis bei TÜV SÜD. Ermöglicht wurde die Entwicklung des innovativen Prüfprozesses und der zugrundeliegenden Software durch eine Kennzeichnungssystematik des europäischen Fachverbandes für die Strom- und Wärmeerzeugung, kurz VGB. Mit Teil 32 des ›Reference Designation System for Power Plants (RDS-PP)‹ hat der VGB bereits vor einigen Jahren ein bewährtes System auf Windenergieanlagen übertragen. Es vereinheitlicht die Bezeichnungen für die einzelnen Bauteile, Komponenten und ihre Einbauorte und ordnet diesen einen eindeutigen Code zu.

Synoyme Begriffe

Das Kürzel MDL10 steht beispielsweise für das Azimut-Antriebssystem, das auch Yaw-Antrieb genannt wird. Diese synonym verwendeten Fachbegriffe waren ein wesentliches Hindernis für die einheitliche und systematische Erfassung und Auswertung der Zustandsdaten.
Nun sind die Synonyme im Auswahlmenü der benutzerfreundlichen App von TÜV SÜD hinterlegt. Damit ist es unerheblich, ob der Sachverständige den Azimut-Motor oder den Yaw-Antrieb auswählt, um einen Mangel zu dokumentieren. In der Datenbank wird lediglich der RDS-PP-Code MDL10 hinterlegt, der das Bauteil zweifelsfrei benennt und lokalisiert.


Mehrseitiger Artikel:
1 2 3 4 5  
Ausgabe:
es 07/2017
Bilder:
TÜV SÜD
Bild: Berlinpictures/ fotolia.de
TÜV SÜD
Bild: Zentilia/ fotolia.de
BWE
Bild: TÜV Süd

kommentieren drucken  


ANZEIGE

 

Diese Artikel könnten Sie ebenfalls interessieren:

Enercity kauft Wind-Projektierer

Enercity kauft Wind-Projektierer

Der Energieversorger aus Hannover plant die Ventotec-Gruppe zu übernehmen. Der Aufsichtsrat des Unternehmens hat den Weg für den Erwerb geebnet, so Enercity. Damit werde man ein Windportfolio bestehend aus Bestandswindparks und einer vielversprechenden Projektpipeline in Deutschland kaufen. » weiterlesen
50 Prozent Plus bei Windernte aus der Nordsee

50 Prozent Plus bei Windernte aus der Nordsee

Im ersten Halbjahr 2017 stieg die vom Übertragungsnetzbetreiber Tennet von der Nordsee an Land übertragene Windenergie auf 7,77 Terawattstunden. Im Halbjahresvergleich übertrifft das Ergebnis des ersten Halbjahrs 2017 das erste Halbjahr 2016 (5,18 TWh) um 50 Prozent. » weiterlesen
Sonne für die Nacht

Sonne für die Nacht

Die Gemeinde Horn im rheinland-pfälzischen Hunsrück produziert den Strom für die Straßenbeleuchtung unter anderem mit einer eigenen Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des Gemeindehauses und speichert diesen für die LED-Straßenbeleuchtung in der Nacht. » weiterlesen
Ausbau-Potenziale

Ausbau-Potenziale

Die Windenergiebranche hat ihre Halbjahresbilanz zum Offshore-Ausbau vorgelegt. Die Nordsee-Windparkprojekte Sandbank und Veja Mate wurden planmäßig fertiggestellt und der Zubau gehe kontinuierlich voran. » weiterlesen
 
» Finden Sie weitere Fachartikel in unserem Artikelarchiv

  Jetzt Newsletter
abonnieren!


Aktuelle Ausgaben

Partner

Management Forum Starnberg GmbH

Medienpartner enerope

Maslaton

GVS