18. NOVEMBER 2017

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Eine Antwort bitte, Cedrik Neike


IT und Automation wachsen zusammen – worauf kommt es an? Die zunehmende Einspeisung erneuerbarer Energien in das Netz macht Energiesysteme immer komplexer. Das kann zu Spannungsschwankungen führen, wodurch wiederum Industrieanlagen gestört werden oder sogar ausfallen können.

Die Verfügbarkeit von Anlagen und deren Rentabilität zu sichern und dabei die Digitalisierung zu nutzen, ist essenziell. Die Lösung ist eine holistisch geplante, zuverlässige, anpassungsfähige und intelligente Stromversorgung und eine effiziente Energieverteilung in der Fertigung selbst. Auf der diesjährigen Messe SPS IPC Drives zeigen wir mit zahlreichen Applikationen und Beispielen, wie Maschinen- und Anlagenbauer mithilfe der Digitalisierung ihre Wettbewerbsfähigkeit erhöhen können.

Energieeffiziente, flexible Fertigungen werden zum Wettbewerbsvorteil für Industrieunternehmen. Digitalisierung ist der Schlüssel, um Energie- und Anlagendaten zu erfassen, zu managen und auszuwerten. Aber nicht nur hier unterstützt Digitalisierung: Energieverteilsysteme müssen sich nahtlos in die digitale Umgebung einer Fertigung integrieren lassen. So kann beispielsweise bereits bei der Planung eines Schaltschranks ein ›digitaler Zwilling‹ helfen, das Verteilsystem optimal auszulegen.

Ganzheitliche Konzepte für die Energieeffizienz von Fabriken basieren auf Daten und deren Analyse. Sie sind eng an cloudbasierte, offene IoT-Betriebssysteme wie Mindsphere angebunden. So haben wir beispielsweise für den Autoteilehersteller Gestamp eine cloudbasierte Plattform eingerichtet. Das System überwacht in Echtzeit den Energieverbrauch von 14 Werken. Anhand der Daten konnte Gestamp Maßnahmen umsetzen und den Energieverbrauch der Fertigungen um 15 Prozent senken.

Mit Mindsphere helfen wir unseren Kunden, von den Chancen des Internets der Dinge zu profitieren. Mindsphere ist tief, breit und offen. Tief beschreibt unser Domain-Wissen von allen Geräten, Systemen und Anlagen in Energienetzen. Breit bezieht sich dabei auf branchenübergreifende Anwendungsfelder. Offen heißt hier, dass wir eine offene Plattform und ein offenes Partner-Ecosystem zur Verfügung stellen, damit auch Drittanbieter Applikationen entwickeln können.

Verbesserungen bei der Energieeffizienz von Fertigungen basierend auf digitalen Lösungen sind ein Hebel, um die Verfügbarkeit und die Profitabilität eines Industrieunternehmens zu steigern – kurz gesagt: ›Power matters‹.

Cedrik Neike, Mitglied des Vorstandes der Siemens AG


Ausgabe:
es 09/2017
Bilder:
Bild: Siemens

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