17. JANUAR 2018

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Grün in der Pipeline


Management

Erdgas - Welchen Wert hat die Gasinfrastruktur für den Umbau unseres Energiesystems hin zu einer auf erneuerbaren Energien basierenden Welt? Eine Studie hat die Kosten und Einspareffekte analysiert.
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Bis 2050 will Deutschland seine Treibhausgasemissionen um 80 bis 95 Prozent gegenüber 1990 verringern. Dafür muss noch einiges getan werden, denn momentan gibt es keinen Fortschritt, sondern eher Rückschritte. Als eine Lösung wird angesehen, den erneuerbaren Strom in den verschiedenen Sektoren Wärme, Verkehr und Industrie zu nutzen.

Aber wie genau dies ausgestaltet werden soll die Ideen reichen von einer reinen Elektrifizierung des Wärme- und Verkehrssektors bis zum Einbeziehen von Gasspeichern und Gasnetzen über Power-to-Gas (P2G).

»Die Energiewende wird nur dann ein Erfolg, wenn wir hierfür auch die bereits existierende Gasinfrastruktur in Verbindung mit grünem Gas nutzen. Neben Technologieoffenheit ist der Kostenfaktor entscheidend«, so Ralph Bahke, Vorsitzender der Vereinigung der Fernleitungsnetzbetreiber FNB Gas.

Mit grünem Gas ist in diesem Zusammenhang synthetisch erzeugtes Gas aus erneuerbarem Strom oder natürlich erzeugtes Biogas gemeint.

P2G mit und ohne Netz

Der Verband hat eine Studie veröffentlicht, die den Wert der Gasinfrastruktur für die Energiewende untersucht hat. Erstellt haben sie Wissenschaftler und Experten der Beratungsunternehmen IAEW, FourManagement sowie Emcel unter Leitung von Frontier Economics.

Die Studie beweise, dass die ambitionierten Klimaschutzziele einer fast vollständig dekarbonisierten Volkswirtschaft in 2050 sich durch das Nutzen der bestehenden Gasinfrastruktur in Deutschland in Kombination mit klimaneutral erzeugtem grünen Gas erreichen lassen, so Bahke weiter. »Und zwar deutlich kostengünstiger.«

Die Analysen zeigen laut den Studienautoren, dass wenn man Endkunden mit grünem Gas versorgt und dafür die Pipelines weiternutzt, dies Kostenvorteile gegenüber einer Welt ohne Nutzung der Gasnetze hat. In der zweiten Variante basiert das Speichern von grünem Strom nicht ausschließlich auf Strom-, sondern auch auf Gasspeichern.

Es gibt Power-to-Gas-Konzepte, die den grünen Strom über Gaskraftwerke rückverstromen. Allerdings findet der Energietransport in der Fläche strombasiert statt, also ohne die Gasnetze zu nutzen.


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Ausgabe:
es 10/2017
Unternehmen:
Bilder:
Bild: malp/fotolia.de

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