26. APRIL 2018

zurück

kommentieren drucken  

Für kurzfristiges Laden


Titel

Verkehr - Eine E-Auto-Quote allein bringt nichts für die Wende im Straßenverkehr. Das steht inzwischen fest. Erst die komfortable Infrastruktur macht den Unterschied.
Mehrseitiger Artikel:
1 2 3 4 5  

An der Tankstelle haben es die meisten eilig. Rasch Diesel oder Benzin nachtanken, vielleicht noch Ölstand und Luft kontrollieren – fertig. Die Fahrt von A nach B kann weitergehen. Der Tankstopp dauert meist fünf Minuten, selten mehr als zehn Minuten.

Längere Unterbrechungen sind Autofahrer heutzutage nicht gewöhnt, wenn’s ums Tanken geht. Der Ausbau der E-Mobilität in Deutschland und Europa wird dem Rechnung tragen müssen. Nur mit denkbar kurzen Ladezyklen hat die Verkehrswende eine Chance auf Erfolg; denn nur so wird das Elektroauto zu einer ernst zu nehmenden Alternative für Autokäufer.

Das wissen auch die Autohersteller. Vor allem Tesla ist daran gelegen, den Kunden größtmöglichen Komfort beim Nachladen unterwegs zu bieten. Etwa 30 Minuten muss man für einen Ladestopp einplanen, um den Akku zu 80 % aufzuladen, so das Unternehmen.

Die Tesla-Supercharger arbeiten nach Unternehmensangaben mit 480 V DC und erlauben eine Ladeleistung von 145 kW; die Firma Ionity lässt nach eigenen Angaben gerade in ganz Europa Ladesäulen aufstellen mit einer Ladeleistung von bis zu 350 kW. Alle eint das gemeinsame Ziel, das Nachladen der Akkus zu beschleunigen. Langfristig, sagen Experten, müsse der Akku eines Fahrzeugs in durchschnittlich rund 15 Minuten wieder zu 80% aufladbar sein. In der Expertensprache heißt diese Technik Fast- oder Superfastcharing. Fast- und Superfastcharing sind technisch gesehen Extrembedingungen für Stecker und Leitung, aus denen die Kabelverbindung zwischen Auto und Ladesäulen besteht.

Hoher Energiefluss

Einer der ersten Anbieter, die Hardware für das schnelle Laden im Programm haben, ist die Harting-Technologiegruppe mit Stammsitz im westfälischen Espelkamp. So ist der Stecker Combo Typ 2 für Ladeleistungen bis zu 200 kW bei 200 A und 1.000 V DC konzipiert. Auf der Hannover Messe vom 22. bis 27. April zeigt Harting ein Konzeptfahrzeug, dessen Akkus mit dem Stecker Combo 2 aufgeladen werden können.


Weil der hohe Energiefluss beim Ladevorgang Wärme erzeugt, hat Harting auch Stecker und Leitungen mit einem speziellen Temperaturmanagement entwickelt; somit ist das Material gegen überhöhte Betriebstemperaturen geschützt. Ein Harting-Kunde nutzt die Technik bereits für die Erstausrüstung seiner Hochleistungsladesysteme. Bislang ist das Schnellladen in Deutschland und Europa noch die Ausnahme, nicht die Regel. Aber dabei wird es nicht bleiben. Der Umschwung wird früher oder später kommen, sagen Experten.


Mehrseitiger Artikel:
1 2 3 4 5  
Ausgabe:
es 03/2018
Bilder:
Bild: chombosan/ fotolia.de
Philip Harting, CEO Harting Technology Group. Bild: Harting
Bild: Harting

kommentieren drucken  


ANZEIGE

 

Diese Artikel könnten Sie ebenfalls interessieren:

Fuhrpark testet den Lade-Ernstfall

Fuhrpark testet den Lade-Ernstfall

Aus dem Flottenbetrieb Erkenntnisse für das Stromnetz gewinnen – das möchte das gemeinsame Forschungsprojekt Fleets at Grid von der TU Braunschweig und BS Energy. Mit 85 alternativ angetriebenen Fahrzeugen verfügt der Braunschweiger Energieversorger eigenen Angaben zufolge über einen der größten alternativen Firmenfuhrparks in Niedersachsen. » weiterlesen
Wenn das Wasserstoff-Auto kommt

Wenn das Wasserstoff-Auto kommt

Bad-Homburg geht beim Thema Wasserstoff voran und bekommt eine Wasserstoff-Tankstelle. Die hessische Stadt hat beim zweiten Standortaufruf des Infrastruktur-Betreibers H2 Mobility gewonnen. Denn über 70 Bürger und Unternehmen wollen ein Wasserstoff-Auto kaufen. Neben Bad Homburg sollen bei dieser zweiten Runde vier weitere Stationen außerhalb der regulären Netzplanung in Bayern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein entstehen. » weiterlesen
Tanken und Laden

Tanken und Laden

Shell erweitert seinen Fokus auf Elektromobilität: Das Unternehmen hat einen Vertrag zum Kauf von Newmotion unterzeichnet, einem Anbieter von intelligenten Ladelösungen für Elektroautos. » weiterlesen
Arcelor und Swb als Partner

Arcelor und Swb als Partner

Seit Mai arbeiten rund 60 Mitarbeiter von der Bremer Swb Erzeugung und rund 140 Mitarbeiter von Arcelor Mittal Bremen in einem neu gegründeten Gemeinschaftsunternehmen. » weiterlesen
 
» Finden Sie weitere Fachartikel in unserem Artikelarchiv

  Jetzt Newsletter
abonnieren!


Aktuelle Ausgaben

Partner

Management Forum Starnberg GmbH

Medienpartner enerope

Maslaton

GVS