03. DEZEMBER 2016

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Daten liegen nicht im verschlossenen Safe


Christian Kohler, Autodesk, zur Integration von Geodaten

Besonders die Zielgruppen Verwaltung, Telekommunikation und Energieversorgung möchte Autodesk mit der Lösung Vision* ansprechen. Christian Kohler, der die GIS-Aktivitäten im deutschsprachigen Raum lenkt, erläutert die Vorzüge dieser Enterprise-Lösung.

Proprietäre Systeme sind out, sagt Christian Kohler, Enterprise Sales Manager bei der Autodesk Deutschland GmbH, München. „Wer heutzutage effektiv mit alphanumerischen und raumbezogenen Informationen arbeiten möchte, sollte sich für offene Lösungen entscheiden, wie unsere Enterprise- Lösung Vision*“, erklärt der Fachmann für Geographische Informationssysteme (GIS). Christian Kohler ist bei Autodesk für den deutschsprachigen Markt zuständig.

Offene Software für das Geodatenmanagement
„Vision* ist kein Insel-GIS“, erläutert Kohler, „sondern eine offene Software für Geodatenmanagement. In Kombination mit dem Vision*-Server, der in der neuen Version 5.2 direkten Zugriff auf AutoCAD Map hat, ergeben sich für Anwendern aus der Telekommunikation, Energieversorgung und den Verwaltungen neue Möglichkeiten: Sie können ihre Anlagen- und Infrastrukturdaten effektiver archivieren, pflegen und in unternehmensweite Geschäftsprozesse integrieren.“ Beispielweise in Versorgungsunternehmen eröffnet dies erhebliche Potentiale, denn etwa 70 bis 80 % aller DV- gespeicherten Informationen haben einen räumlichen Bezug. Zudem gebe es ein Vision*-Workflowmanagement, ergänzt Kohler. Vision* sei jedoch genauso in der Lage, mit anderen Workflowmanagement-Lösungen zusammenzuarbeiten.
Zur Zielgruppe Government, Utilities und Communications sucht Autodesk den direkten Draht. Dies ist nicht die Regel, denn meist werden Autodesk- Produkte durch Partner vermarktet, „aber die Enterprise-Projekte sind oft sehr umfassend und binden entsprechend viel Kapital. Da wünschen sich unsere Großkunden einen ebenbürtigen Partner.“ Daher tritt Autodesk, nach eigenen Angaben unter den Top Five der Softwareanbieter, bei großen Vision*-Einführungen als Generalunternehmer gegenüber dem Kunden auf und vergibt Teilprojekte an Partnerfirmen, die beispielsweise modifizierte Fachschalen implementieren.
Plakativ stellt Kohler den wesentlichen Vorzug von Vision* heraus: „Wir verstecken die Daten nicht in einem verschlossenen Safe. Vielmehr werden Geodaten wie alphanumerische Daten in einer Oracle-Datenbank abgelegt und sind somit unternehmensweit zugänglich.“ Gegenüber den Vorgängerversionen hat sich die Effizienz und Flexibilität noch einmal erhöht, erklärt Kohler, denn in der jüngsten Version unterstützt Vision* auch Oracle 8i. Projekte lassen sich an allen Arbeitsplätzen einfach verwalten, unabhängig davon, ob diese mit Vision* ausgestattet sind oder nicht. Damit ist der wertvollste Teil des GIS, das immense Datenvolumen, jederzeit zugänglich. Investoren machen sich also nicht von der speziellen Lösung eines Software-Anbieters abhängig. „Das verleiht Investitionssicherheit.“ Außerdem erlaubt die Datenhaltung in Oracle, auch große Bestände von mehreren Terabyte problemlos zu verwalten.
Weitere Vorteile für den Anwender: Der Zugriff auf aktuelles Daten- und Kartenmaterial ist (gleichzeitig) unternehmensweit möglich. Weil sich Prozess-, Sach- und Geodaten eindeutig miteinander verknüpfen lassen, erhöht sich die Transparenz. Davon profitieren Planungsabteilungen, Stördienste und Instandhaltung in Form von schnelleren, gezielteren und effektiveren Prozessen. „Vorteile bietet das Miteinander von kaufmännischen Daten und raumbezogenen Informationen beispielsweise auch dem Vertrieb oder beispielsweise einem Cummunication Center, das bei Störungen schnell Auskunft geben oder die Störungsmeldung an die entsprechende Abteilung weiterleiten kann“, ergänzt GIS-Experte Kohler.

Einfacher Zugriff dank Internet-Technologie
Damit sich der Zugriff auf die Geodaten für Nicht-Fachleute nicht zu kompliziert gestaltet, setzt Autodesk auf Internet-Technologie. Kohler versichert: „Praktisch jeder, der einen gängigen Browser bedienen kann, freundet sich schnell mit unserem weit verbreiteten Internet-Tool Autodesk MapGuide an.“ Selbst Computer-Laien können wichtige Daten nach einer kurzen Einführung abrufen. Das Netz der Netze spielt auch bei den Zukunftsplänen des Software-Giganten eine große Rolle: „Wir setzen verstärkt auf die Kommunikation über Intranet und Internet. Alle Produkte aus unserem Haus sind in die Internet-Technologie eingebettet“, so Kohler. Aber nicht nur auf vernetzten PC ist der Zugriff auf die Geodaten möglich. Außendienstmitarbeiter können sich aktuelles Datenmaterial auf ihren Notebook oder dank Oracle light sogar auf einen Palmtop laden. Auf den Minirechnern läuft die Anwendung Autodesk MapGuide unter Windows CE oder Palm OS.
Mit der Option, Daten via Palmtop zu transportieren, möchte Autodesk nicht nur das technische Personal ansprechen, sondern auch Vertriebsmitarbeiter. Kohler: „Beispielsweise könnten sie bei Kundenbesuchen schnell und kompetent Auskunft zur Infrastruktur geben.“
Noch interessanter sind die neuen analytischen und Design-Funktionen von Vision* 5.2. Ein weit verzweigtes Mo-dul gestattet es, Was-wäre-wenn- Szenarien durchzuspielen und zu speichern. So lassen sich beispielsweise der Ist-Zustand eines Projektes und der künftige Soll-Zustand gleichzeitig bearbeiten. Verschiedene Szenarien gestatten einen schnellen Vergleich, ohne zwischen Dateien hin- und herspringen zu müssen. Kohler: „Mit dieser Funktion wird dem Management manche Entscheidung leichter fallen.“




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es 04/2000
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