03. DEZEMBER 2016

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Breiter GIS-Zugriff per Web


Einführung eines Geoinformationssystems bei den Kreiswerken Gelnhausen

Im Mai 2003 begannen die Kreiswerke Gelnhausen mit der Einführung eines objektorientierten Geoinformationssystems (GIS). Die Auflösung der dezentralen und dateibasierenden Datenhaltung brachte eine höhere Datensicherheit und Produktivität.

Bis Mai 2003 arbeiteten die Kreiswerke Gelnhausen mit einer zum großen Teil eigenständig digitalisierten und erweiterten Liegenschaftskarte. Danach begann man mit der Einführung der Topobase, einer neuen objektorientierte Dokumentation der Firma c-plan. Auf den vier Vollarbeitsplätzen ist Autodesk Map Series und TBGeneric installiert. Die Vollarbeitsplätze dienen mit ihren 23“-LCD-Doppelbildschirmlösungen sowohl als Datenauskunftsarbeitsplatz als auch der Überarbeitung und der Vervollständigung der digitalisierten Katastergrundlage und der Sachdaten.

Der Einrichtung vorausgegangen war eine Einführungs-Schulung der Mitarbeiter. Anschließend wurden die migrierte Grafik im ALK-User und die Sachdaten im STROM-User intensiv kontrolliert. Mitte November 2003 konnten die migrierten Daten freigegeben und die Dokumentation auf die Topobase umgestellt werden.

Um von allen Arbeitsplätzen beliebige Daten aus dem GIS visualisieren zu können, wurde Ende August 2003 ein GIS-Webserver installiert. Alle Abteilungen haben hierdurch die Möglichkeit über Autodesk MapGuide auf die GIS-Daten zuzugreifen.

Aufgrund des Umzuges der Kreiswerke konnte die Feineinstellung des Servers jedoch erst im Februar 2004 fertig gestellt werden. Die 15 Auskunftsuser (mit der Software Autodesk Map-Guide Viewer und TB-Generic View) haben sich nach einer Einweisung bereits mit dem System vertraut machen können. Parallel dazu wurden die Netzkundendaten (wie Hausanschlüsse, Elektroheizungen und Rundsteuerempfänger) in die Oracle-Datenbank migriert und über eine Schnittstelle an TBGeneric angebunden.

Die dezentrale und dateibasierende Datenhaltung wurde aufgelöst. Ergebnis ist eine erhöhte Datensicherheit auf Basis einer Oracle-Datenbank, aber auch die unternehmensweite Bereitstellung von Daten und Anwendungen. Einher geht damit eine Erhöhung der Produktivität der Abteilungen.

Da nun Schemapläne über das Auskunftssystem verfügbar sind, reduziert sich das Papiervolumen. Über das Führen der Betriebsmitteldaten bestehen für die Abteilungen Analysefunktionen über Netzgebiete bis hin zu einem möglichen Störfallmanagement. Aus dem GIS konnten bereits Ende 2003 erste statistische Daten ausgewertet werden. Zudem verbesserte sich auch die Qualität einer Kundenanfrage (etwa die Planauskunft).

Über eine zukünftig mögliche Online-Auskunft ist noch weiteres Potenzial nutzbar. Ebenfalls über die Basis einer Online-Auskunft sind Dienstleistungen wie etwa die Führung eines Wasser- und Abwasserkatasters nach dem Bedarf eines Kunden möglich.

Ausgabe:
es 10/2004
Unternehmen:

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