Ab Sommer dieses Jahres wird der deutsche Erdöl- und Erdgasproduzent Wintershall das städtische Erlebnisbad ‚La Ola‘ in Landau in der Pfalz mit geothermisch erwärmtem Wasser versorgen und beheizen. Eine entsprechende Vereinbarung wurde getroffen.
Die Energie kommt aus einer ehemaligen, 1.100 m tiefen Erdöllagerstätte, in der innerhalb eines geschlossenen Kreislaufes stündlich 22.000 l Wasser zirkulieren. „Die stillgelegte Förderstelle ‚La44‘ ist eine von 75 Bohrungen unseres Unternehmens hier in der Region Landau“, erklärt Dr. Thomas Ruttmann, Betriebsleiter des Wintershall-Standortes Landau. Für die Nutzung der Geothermie muss die Erdölbohrung jedoch zunächst noch technisch umgerüstet werden.
Bei der ‚Bohrung La44‘ wird künftig über den Steigrohrstrang das erwärmte heiße Wasser zu Tage gefördert, eine Wärmepumpe und vier Wärmetauscher versorgen dann per Fernwärmeleitung das nur 500 m entfernte Freizeitbad. „Wir werden über diese Kooperation über eine Million Kilowattstunden pro Jahr umweltfreundliche Energie erhalten“, sagte Thomas Hirsch, Geschäftsführer der Stadtholding Landau in der Pfalz GmbH, die Betriebs- und Beteiligungsgesellschaft der Stadt.
Für die Weiternutzung der ehemaligen Erdölbohrung La44 haben sich die drei Anteilseigner der hiesigen Konzession, die ExxonMobil Production Deutschland GmbH (EMPG), die Internationale Tiefbohr GmbH & Co. KG (ITAG) und die 100-prozentige BASF-Tochter Wintershall, mit der Lan Tec GmbH, einer Tochter der EnergieSüdwest AG, zusammengetan. Das Unternehmen hat sich auf die Nutzung regenerative Energien spezialisiert und betreibt im pfälzischen Landau bereits mehrere Nahwärmenetze.