22. OKTOBER 2017

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Eine Weltkarte der Stromnetze


Wie viel Strom fließt wann und wo durch die Netze? Wo gibt es Engpässe, wo Überkapazitäten? Was passiert, wenn Windräder und Solarzellen zusätzliche Energie einspeisen?

Die Antworten auf diese Fragen sind für die Energiewende essenziell – nicht nur in Deutschland. Um planen zu können, muss man die Infrastruktur genau kennen. Per Crowdsourcing sammeln jetzt Forscher der Technischen Universität München (TUM) Daten, die über eine Open Source Plattform von jedermann genutzt werden können.

»Was uns interessiert, ist die elektrische Infrastruktur: Hochspannungs- und Niederspannungsleitungen, Trafohäuschen, Umspannungseinrichtungen, Windräder und Solaranlagen«, sagt Jose Rivera, Leiter des Projekts Open Grid Map. Mit der Open Grid Map-App werden Daten von einer Community Freiwilliger gesammelt.

Das Ziel ist eine Weltkarte der Stromnetze. »Man kann einen Umbau der Energie-Versorgung nur dann planen, wenn man genau weiß, wo Leitungen liegen, an welchen Stellen der Strom aus den Hochspannungsleitungen transformiert und in die Niederspannungsnetze eingespeist wird«, erläutert Hans-Arno Jacobsen, Leiter des Lehrstuhls für Energieinformatik und Middleware an der TUM.

Auf dieser Basis lässt sich dann beispielsweise simulieren, wie sich die Einspeisung regenerativer Energien auf das Gesamtnetz auswirkt, wo Engpässe oder Überkapazitäten entstehen und wo Speicher gebaut werden könnten. Je engmaschiger das Netz der kartierten Punkte, desto mehr Informationen lassen sich generieren.

Datum:
20.12.2016
Unternehmen:
Bilder:
Bild: Technische Universität München

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