23. FEBRUAR 2017

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Alles unter einem Dach


Der Referentenentwurf für das Gebäudeenergiegesetz liegt vor. In dem neuen Gesetz sollen verschiedene Gesetze und Verordnungen zum Thema Energieeffizienz zusammengeführt werden. Erste Reaktionen aus der Branche.
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Am 23. Januar haben das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) und das Bundesumweltministerium (BMUB) den Referentenentwurf für ein ›Gesetz zur Einsparung von Energie und zur Nutzung Erneuerbarer Energien zur Wärme- und Kälteerzeugung in Gebäuden‹ (GEG, kurz Gebäudeenergiegesetz) vorgelegt.


Darin werden das Energieeinsparungsgesetz (EnEG), die Energieeinsparverordnung (EnEV) und das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) zusammengelegt.


Der Gesetzentwurf wird voraussichtlich im Februar vom Bundeskabinett verabschiedet und geht ins parlamentarische Verfahren. Das Gesetz soll am 1. Januar 2018 in Kraft treten.

BDEW: Chance vertan

Die Chance, gesetzliche Regelungen für den Gebäudesektor systematisch zu vereinheitlichen, werde mit dem aktuellen Entwurf vertan, so BDEW-Chef Stefan Kapferer. Zudem fehlten Regelungen, um Fernwärme oder erneuerbare Energieträger wie Bio-Erdgas in die Quartiersversorgung zu integrieren.


»Einige Regelungen wären für die künftig wichtiger werdende Sektorkopplung sogar kontraproduktiv, da sie Strom aus Erneuerbaren den Zugang zum Wärmemarkt erschweren würden. Diese Schwachstellen sollten dringend behoben werden.«

Einfachheit fehlt

Auch die Allianz für Gebäude-Energie-Effizienz (GEEA) hat Anfang Februar eine Stellungnahme zum Entwurf abgegeben und beurteilt ihn insgesamt positiver.


Der Entwurf berücksichtige die wichtigsten energie- und klimapolitischen Grundsätze: Die technologieoffene Ausgestaltung von Anforderungen an zu errichtende und zu sanierende Gebäude, eine weitgehende Freiwilligkeit bei Sanierungsentscheidungen, eine Fokussierung auf wirksamen Klimaschutz sowie die Wirtschaftlichkeit der Maßnahmen.


»Allerdings hätte der Entwurf sicherlich noch schlanker und einfacher werden können«, so Andreas Kuhlmann, Geschäftsführer der Dena und Sprecher der GEEA.

Ambitionierter Standard

Der Effizienzhaus-55-Standard für öffentliche Nichtwohngebäude sei durchaus ambitioniert.


Für den später noch zu definierenden Wohngebäudestandard würden sicher weitergehende Rahmenbedingungen gelten. Es kommen andere Baustoffe und Techniken zum Einsatz, die anders bewertet werden müssten.

Nachholbedarf Gebäudenergieausweis

Bedauerlich sei, dass die Bundesregierung das neue Gesetz nicht genutzt habe, um endlich für einen aussagekräftigen Gebäudeenergieausweis zu sorgen und nur noch Energiebedarfsausweise zuzulassen.


»Der Referentenentwurf zum Gebäudeenergiegesetz bleibt deutlich hinter den Erwartungen zurück«, so dagegen Harald Uphoff, kommissarischer Geschäftsführer des BEE.


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