29. MÄRZ 2017

zurück

kommentieren drucken  

Keine Stromsteuer auf Ökostrom


Das Bundeskabinett hat den Entwurf zur Änderung des Energie- und des Stromsteuergesetzes beschlossen. Auf Steuerverschärfungen wird verzichtet, die Energiesteuerermäßigung für Erdgasfahrzeuge beibehalten.

Die Bundesregierung setzt nun doch die erwogenen Steuerverschärfungen nicht um. Ökostrom wird auch künftig nicht mit der Ökosteuer belastet.

 

Die Steuerbefreiung der kleinen Stromerzeugungsanlagen sowie für Strom aus erneuerbaren Energieträgern wird fortgeschrieben.

 

Positive Reaktionen aus der Branche

 

Die Solarbranche begrüßt diesen Schritt und fordert den Abbau weiterer Investitionsbarrieren.

 

So sei es an der Zeit, endlich auch Mietern den Bezug preiswert vor Ort erzeugten Solarstroms zu ermöglichen und Solartechnik damit endlich auch in die Innenstädte zu bringen. Andernfalls würden die Klimaschutzziele in Deutschland deutlich verfehlt werden.

 

Auch der BDEW ist zufrieden. „Als Branche haben wir uns für die Weiterführung der Steuerbefreiung stark gemacht, da steuerbare und flexible dezentrale Stromerzeuger, wie etwa Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen, maßgeblich zum Erfolg der Energiewende beitragen“, so Hauptgeschäftsführer Stefan Kapferer.

 

Durch diese kluge Steuerpolitik könnten nun weitere Investitionen zur CO2-Einsparung angereizt werden, so Kapferer.

 

Förderung für Erdgas als Kraftstoff  

 

Auch mit der Verlängerung der Energiesteuerermäßigung für Erdgas als Kraftstoff (CNG und LNG) setze die Bundesregierung ein klares Signal. 

 

Für LPG, auch Autogas genannt, gilt die Verlängerung nicht. Dessen Steuerermäßigung läuft Ende 2018 aus, so die Initiative Zukunft Erdgas.

 

Mit Erdgas betriebene Fahrzeuge stoßen laut Verband rund 25 Prozent weniger CO2 als Benzinfahrzeuge und etwa 90 Prozent weniger Stickoxide als Dieselfahrzeuge aus. Außerdem produzieren sie wenig Feinstaub.

 

Laut Regierungsentwurf soll die Energiesteuerermäßigung für Erdgasfahrzeuge bis zum Jahr 2026 fortgesetzt werden. Zunächst im gleichen Umfang wie bislang, ab 2024 greift dann eine Degression.

 

Entscheidung im Bundestag

 

Das Gesetz zur Änderung der Energie- und Stromsteuer soll am 1. Januar 2018 in Kraft treten.

 

Das Gesetzgebungsverfahren soll noch vor der Sommerpause abgeschlossen werden, so der BDEW.

Datum:
16.02.2017
Bilder:
Bild: Rainer Sturm/pixelio.de

kommentieren drucken  


ANZEIGE

 

Diese Artikel könnten Sie ebenfalls interessieren:

Transparenter Windstrom

Transparenter Windstrom

Statkraft und Übertragungsnetzbetreiber Tennet kooperieren beim Austausch von Daten zur Ist-Erzeugung und zur möglichen Erzeugung von Windenergieanlagen. Ziel ist eine bessere Einspeise-Prognose und damit einhergehend weniger Bedarf an Regelenergie und ein verbessertes Engpassmanagement. » weiterlesen
Sonne für den Südwesten

Sonne für den Südwesten

In Baden-Württemberg dürfen künftig auch auf Grünflächen und Äckern große Photovoltaikanlagen errichtet werden. Das erlaubt die neue Freiflächenöffnungsverordnung, die am 17. März in Kraft getreten ist. » weiterlesen
Stillstand im Alter?

Stillstand im Alter?

„Der Energiewende droht ab 2021 eine große Delle“. Zu diesem Schluss kommt eine Studie im Auftrag von Naturstrom und Deutscher Umwelthilfe. Sie beschäftigt sich mit dem Weiterbetrieb von Windenergieanlagen nach 2020. » weiterlesen
Neue „Amnestie-Regelung“ im EEG - Bedingte EEG-Umlagebefreiung auch für Mieterstromkonzepte?

Neue „Amnestie-Regelung“ im EEG - Bedingte EEG-Umlagebefreiung auch für Mieterstromkonzepte?

Mit dem zum 01.01.2017 in Kraft getretene Erneuerbare-Energien-Gesetz (kurz: EEG 2017) schafft der Gesetzgeber Klarheit zur EEG-Umlagepflicht für sog. Scheibenpachtmodelle. Fraglich ist jedoch, ob auch Mieterstrommodelle profitieren. » weiterlesen
 
» Finden Sie weitere News in unserem Newsarchiv

  Jetzt Newsletter
abonnieren!


Aktuelle Ausgaben

Partner

Management Forum Starnberg GmbH

Medienpartner enerope

Maslaton

GVS