22. SEPTEMBER 2017

zurück

kommentieren drucken  

Transparent heizen


Mieter, die monatlich Informationen zu ihrem Heizungsverbrauch erhalten, können diesen durchschnittlich um zehn Prozent senken. Das ist ein zentrales Ergebnis des Modellvorhabens ›Bewusst heizen, Kosten sparen‹.

Gemeinsam mit ihren Partnern hat die Deutsche Energie-Agentur (Dena) in dem Pilotprojekt über mehrere Jahre die Heizungsverbräuche von rund 1.000 Mieterhaushalten aus Essen, München und Berlin ausgewertet. Rund 200 Haushalte erhielten dabei regelmäßige Informationen über ihren Wärmeverbrauch via Webportal, App oder per Post.


Ein Blick auf die ausgewerteten Mieterhaushalte zeigt laut der Agentur: Monatliche Verbrauchsinformationen helfen Mietern, Wärme einzusparen. Die Einsparungen werden mehrheitlich im ersten Jahr der Anwendung erreicht und werden danach weitgehend gehalten.

Synergien für das ganze Haus

Nicht nur die rund 200 Mieter, die Verbrauchsinformationen über Webportal, App oder Post erhalten, haben von dem Projekt profitiert, sondern die Gesamtheit der Hausbewohner: In den Gebäuden der Modellregionen sank der Heizungsverbrauch im Durchschnitt um acht Prozent.


Durch verstärkten Austausch in den Mietshäusern und durch die Sensibilisierung aller Mieter im Rahmen des Projekts hätten auch die Nachbarn der teilnehmenden Mieter indirekt von den Informationen profitiert, so die Dena.


Demgegenüber stehe ein nur um 2 Prozent sinkender Verbrauch im deutschen Mehrfamilienhausbestand außerhalb der Modellregionen.

Weitere Untersuchung zu Mehrverbräuchen

Ein weiteres Ergebnis war, dass die Bandreite der Verbrauchsentwicklung von zweistelligen Einsparungen bis hin zu Mehrverbräuchen in den untersuchten Mehrfamilienhäusern reicht. Technische Hintergründe dafür,dass nicht jeder Mieter eine Einsparung erzielte, konnten ausgeschlossen werden. Hier gebe es weiteren Untersuchungsbedarf.


"Im Rahmen der Mieterbefragungen zeigte sich, dass sozio-ökonomische Faktoren wie das Alter oder das Einkommen dabei eine wichtige Rolle spielen können", heißt es in der Mitteilung.


Die Deutsche Energie-Agentur (Dena) hat das Pilotprojekt gemeinsam mit Ista, dem Deutschen Mieterbund und dem Bundesbauministerium durchgeführt. Es sei der deutschlandweit größte Praxistests zur Verbrauchstransparenz in Gebäuden gewesen, so die Agentur weiter.


Mehr zum Projekt unter www.bewusst-heizen.de.

Datum:
28.02.2017
Unternehmen:
Bilder:
Bild: Andreas Morlok/pixelio.de

kommentieren drucken  


ANZEIGE

Abgegebene Kommentare: 1          Bewertungsdurchschnitt (Schulnoten): 1,00

Kommentare zu diesem Artikel: Artikelbewertung:
Note: 1

 

Diese Artikel könnten Sie ebenfalls interessieren:

Kohlendioxid-Preis für den Wärmemarkt?

Kohlendioxid-Preis für den Wärmemarkt?

Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) hat einen Vorschlag für eine CO2-Bepreisung im Wärmemarkt vorgestellt. Die Studie des Beratungsunternehmens Prognos schlägt vor, die Energiesteuer um eine CO2-Komponente inklusive eines Rückerstattungsmodells zu ergänzen. » weiterlesen
Mehr Erdgas

Mehr Erdgas

Der Einsatz von Erdgas nimmt auch 2017 in Deutschland weiter zu: In den ersten sechs Monaten waren es 516 Milliarden Kilowattstunde und damit über drei Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum mit 500 Milliarden kWh. Das zeigen erste Berechnungen des BDEW. » weiterlesen
Förderung für Mieterstrom aus Photovoltaik-Anlagen in Sicht

Förderung für Mieterstrom aus Photovoltaik-Anlagen in Sicht

Erste Eckpunkte des Bundeswirtschaftsministeriums für ein Mieterstromgesetz » weiterlesen
Kooperation für die Wärme

Kooperation für die Wärme

Um die Wahrnehmung von Erdgas als Energieträger in der Öffentlichkeit zu stärken, haben der Heizsystemhersteller Viessmann und der Erdgasversorger Wingas eine Vertriebs- und Marketingkooperation vereinbart. Teil der Kooperation sind auch gemeinsame Förderprogramme. Das Motto: Energiewende jetzt. Das gaben beide Unternehmen auf der E-world bekannt. » weiterlesen
 
» Finden Sie weitere News in unserem Newsarchiv

  Jetzt Newsletter
abonnieren!


Aktuelle Ausgaben

Partner

Management Forum Starnberg GmbH

Medienpartner enerope

Maslaton

GVS