25. APRIL 2018

zurück

kommentieren drucken  

Netzleitwarte der Zukunft eröffnet


An der TU Ilmenau haben Siemens und Partner aus Wissenschaft und Forschung eigenen Angaben zufolge eine dynamische Netzleitwarte als weltweit erste ihrer Art eröffnet. Das ›Dyna Grid Center‹ ist ein Projekt zur Erforschung der nächsten Generation von Netzleitwarten und Stationsleittechnik.
Mehrseitiger Artikel:
1 2  

Damit der Strom auch unter den erschwerten Bedingungen der steigenden Netzdynamik, längeren Übertragungswegen und größerer Prognoseunschärfe der erneuerbaren Energiequellen noch dort ankommt, wo er gebraucht wird und keine Umwege nimmt, haben die Experten die dynamische Netzleitwarte entwickelt und in Ilmenau prototypisch aufgebaut.


Berücksichtigt werden dabei auch die geplanten Hochspannungsgleichstromübertragungsstrecken im Drehstromnetz.

Der Autopilot

„Ein vorrangiges Ziel war es, quasi einen Autopiloten für das Übertragungsnetz zu entwickeln“, so Professor Rainer Krebs, Leiter der Fachabteilung für schutz- und leittechnische Systemstudien in der Siemens-Division Energy Management.


Wie beim Flugzeug habe der Autopilot zwei Kernaufgaben: Erstens das System selbsttätig so zu regeln, dass der Flug oder der Netzbetrieb jederzeit möglichst ruhig und stabil bleibt. Zweitens das frühzeitige Erkennen von Hindernissen oder Störungen, damit diese umfahren oder vermieden werden.


„Damit erkennt der Operator in der dynamischen Netzleitwarte die Dynamik im Netz – und wir geben ihm Maßnahmen an die Hand, damit er das tun kann, was heute nicht möglich ist: Auf verifizierte dynamische Netzzustände gezielt zu reagieren.“ 

Viele Messdaten visuell aufbereitet

Im Zuge des Projektes wurde die Netzleitwarte mit einem Netzmodell an der Universität Magdeburg informationstechnisch verbunden. Das Netzmodell schickt seine Messdaten an die Netzleitwarte in Ilmenau, wo sie in Echtzeit ausgewertet werden, um auf Basis der Ergebnisse das Magdeburger Modell dynamisch zu führen.


Mehrseitiger Artikel:
1 2  
Datum:
13.03.2017
Bilder:
Bild: Siemens

kommentieren drucken  


ANZEIGE

 

Diese Artikel könnten Sie ebenfalls interessieren:

Fuhrpark testet den Lade-Ernstfall

Fuhrpark testet den Lade-Ernstfall

Aus dem Flottenbetrieb Erkenntnisse für das Stromnetz gewinnen – das möchte das gemeinsame Forschungsprojekt Fleets at Grid von der TU Braunschweig und BS Energy. Mit 85 alternativ angetriebenen Fahrzeugen verfügt der Braunschweiger Energieversorger eigenen Angaben zufolge über einen der größten alternativen Firmenfuhrparks in Niedersachsen. » weiterlesen
Dynamische Tarife für das Smart Grid

Dynamische Tarife für das Smart Grid

Die gleiche Technologie, mit der seit vielen Jahrzehnten abends die Straßenlaternen angeschaltet werden, kann Stromkunden in Zukunft beim Sparen helfen: Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE hat gemeinsam mit Partnern im Projekt Cheapflex eine dynamische Stromtarifierung auf Basis der Rundsteuertechnik entwickelt. » weiterlesen
Speicher mal fünf

Speicher mal fünf

Immer mehr Erneuerbare speisen ins Netz. Einer Herausforderung, der das Allgäuer Überlandwerk und Allgäu Netz nun mit fünf Batterie-Großspeichern begegnen wollen. Installiert haben sie diese in der Nähe von Trafostationen und Umspannwerken. » weiterlesen
Damit die Verkehrswende nicht zur Last wird

Damit die Verkehrswende nicht zur Last wird

Wenn die Verkehrswende gelingen soll, muss das Stromnetz künftig viele E-Autos mit Strom versorgen. Damit die Stromleitungen nicht überlastet werden, müssen die Netzbetreiber Vorsichtsmaßnahmen treffen. Zum Beispiel mittels Lastmanagement. In Aachen wird das zur Zeit getestet. » weiterlesen
 
» Finden Sie weitere News in unserem Newsarchiv

  Jetzt Newsletter
abonnieren!


Aktuelle Ausgaben

Partner

Management Forum Starnberg GmbH

Medienpartner enerope

Maslaton

GVS