29. MAI 2017

zurück

kommentieren drucken  

Netzleitwarte der Zukunft eröffnet


An der TU Ilmenau haben Siemens und Partner aus Wissenschaft und Forschung eigenen Angaben zufolge eine dynamische Netzleitwarte als weltweit erste ihrer Art eröffnet. Das ›Dyna Grid Center‹ ist ein Projekt zur Erforschung der nächsten Generation von Netzleitwarten und Stationsleittechnik.
Mehrseitiger Artikel:
1 2  

Damit der Strom auch unter den erschwerten Bedingungen der steigenden Netzdynamik, längeren Übertragungswegen und größerer Prognoseunschärfe der erneuerbaren Energiequellen noch dort ankommt, wo er gebraucht wird und keine Umwege nimmt, haben die Experten die dynamische Netzleitwarte entwickelt und in Ilmenau prototypisch aufgebaut.


Berücksichtigt werden dabei auch die geplanten Hochspannungsgleichstromübertragungsstrecken im Drehstromnetz.

Der Autopilot

„Ein vorrangiges Ziel war es, quasi einen Autopiloten für das Übertragungsnetz zu entwickeln“, so Professor Rainer Krebs, Leiter der Fachabteilung für schutz- und leittechnische Systemstudien in der Siemens-Division Energy Management.


Wie beim Flugzeug habe der Autopilot zwei Kernaufgaben: Erstens das System selbsttätig so zu regeln, dass der Flug oder der Netzbetrieb jederzeit möglichst ruhig und stabil bleibt. Zweitens das frühzeitige Erkennen von Hindernissen oder Störungen, damit diese umfahren oder vermieden werden.


„Damit erkennt der Operator in der dynamischen Netzleitwarte die Dynamik im Netz – und wir geben ihm Maßnahmen an die Hand, damit er das tun kann, was heute nicht möglich ist: Auf verifizierte dynamische Netzzustände gezielt zu reagieren.“ 

Viele Messdaten visuell aufbereitet

Im Zuge des Projektes wurde die Netzleitwarte mit einem Netzmodell an der Universität Magdeburg informationstechnisch verbunden. Das Netzmodell schickt seine Messdaten an die Netzleitwarte in Ilmenau, wo sie in Echtzeit ausgewertet werden, um auf Basis der Ergebnisse das Magdeburger Modell dynamisch zu führen.


Mehrseitiger Artikel:
1 2  
Datum:
13.03.2017
Bilder:
Bild: Siemens

kommentieren drucken  


ANZEIGE

 

Diese Artikel könnten Sie ebenfalls interessieren:

Alles, was Recht ist

Alles, was Recht ist

Das Bundeskabinett hat die sogenannte Sinteg-Verordnung beschlossen. Sie ergänzt das Ende 2016 gestartete Förderprogramm Schaufenster intelligente Energie. » weiterlesen
Zur Sicherheit

Zur Sicherheit

Für den Winter 2017/2018 müssen die Übertragungsnetzbetreiber über die bereits gesicherten Reserven hinaus noch eine Leistung in Höhe von 1.600 Megawatt beschaffen. Das ergab eine Untersuchung der Bundesnetzagentur. » weiterlesen
Heimspeicher-Verband für das Netz

Heimspeicher-Verband für das Netz

Dezentrale Batteriespeicher in Haushalten werden über eine Blockchain-Lösung in das Stromnetz eingebunden und sollen so künftig zur Stabilisierung des Stromnetzes beitragen können. Ein entsprechendes Pilotprojekt haben der Übertragungsnetzbetreiber Tennet und das Unternehmen Sonnen vorgestellt. Die Blockchain-Lösung wurde von IBM entwickelt. » weiterlesen
RONT mit pflanzlicher Basis

RONT mit pflanzlicher Basis

Wie verhält sich Pflanzenöl als Isolator in einem regelbaren Transformator? Dieser Frage gehen die Netze BW und die Sächsisch-Bayerische Starkstrom-Gerätebau (SBG) in einer Ortsnetzstation in Bodnegg im Landkreis Ravensburg nach. » weiterlesen
 
» Finden Sie weitere News in unserem Newsarchiv

  Jetzt Newsletter
abonnieren!


Aktuelle Ausgaben

Partner

Management Forum Starnberg GmbH

Medienpartner enerope

Maslaton

GVS