18. NOVEMBER 2017

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RWE: Wann kommt die Wende?


Der Konzern schließt das Geschäftsjahr 2016 mit Verlust ab. Das war nicht anders zu erwarten. Das Unternehmen steckt mitten in der Umstrukturierung. Aktionäre müssen weiter auf Dividende warten.
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„Operativ verlief das Geschäft im vergangenen Jahr zum Teil besser als erwartet“, heißt es in einer Mitteilung.

 

Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) betrug nach Unternehmensangaben 5,4 Mrd. €, das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 3,1 Mrd. € und das bereinigte Nettoergebnis 0,8 Mrd. €.

 

In diesen Werten sind die Zahlen der vollkonsolidierten RWE Tochter Innogy SE enthalten, heißt es.

 

Mehr als 5 Mrd € Verlust

 

Der Nettoverlust beträgt 5,7 Mrd. €. „Er resultiert neben negativen Effekten aus der Marktbewertung von Derivaten in Höhe von 0,8 Mrd. € vor allem aus außerordentlichen Abschreibungen auf den Kraftwerkspark von 4,3 Mrd. € und die Belastung aus der Dotierung des Kernenergiefonds, bei dem zusätzlich der 35-prozentige Risikoaufschlag mit 1,8 Mrd. € zu Buche schlägt“, so RWE.

 

Keine Dividende

 

Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung eine Aussetzung der Dividende für das Geschäftsjahr 2016 für die Inhaber von Stammaktien vorschlagen. 2015 mussten Aktionäre auch schon auf eine Dividende verzichten.

 

Die Inhaber von Vorzugsaktien sollen den satzungsgemäßen Vorzugsgewinnanteil von 13 Cent je Aktie erhalten.

 

Was bringt 2017?

 

„Durch den erfolgreichen Börsengang von Innogy steht RWE wieder auf einer soliden finanziellen Basis“, so das Unternehmen.

 

So konnte die Eigenkapitalquote nahezu stabil gehalten werden – trotz massiver Wertberichtigungen und den Belastungen aus der Neuregelung der Verantwortung in der kerntechnischen Entsorgung in Deutschland.

 

Auch nach vollständiger Zahlung des Beitrags zum Kernenergiefonds von 6,8 Mrd. € zum 1. Juli dieses Jahres wird das Unternehmen über ausreichend Liquidität verfügen, heißt es.

 

Die konsolidierte Nettoverschuldung ging 2016 den Angaben zufolge um 2,8 Mrd. € auf 22,7 Mrd. € zurück.

 

„Die Verschuldung von RWE ohne ihre Finanzbeteiligung Innogy reduzierte sich auf 6,9 Mrd. €. „Dem stehen als Vermögenswerte u. a. Innogy-Aktien mit einem aktuellen Marktwert von über 14 Mrd. € entgegen“, heißt es in einer Mitteilung.

 

Das Rating von RWE bei allen Agenturen sei unverändert „Investment Grade“.

 

„Durch unsere erfolgreiche Neuaufstellung und massive Kosteneinsparungen haben wir die Weichen dafür gestellt, im nächsten und in den folgenden Jahren wieder verlässlich eine Dividende zahlen zu können“, erklärte Finanzvorstand Markus Krebber.

 

50 Cent Dividende geplant

 

Der RWE-Vorstand strebt für das Geschäftsjahr 2017 eine Dividende auf Stamm- und Vorzugsaktien in Höhe von 50 Cent an.

 

Das Niveau der Dividende soll auch in den Folgejahren mindestens gehalten werden. Dabei orientiert sich RWE am operativen Mittelzufluss, der RWE nachhaltig zur freien Verfügung steht.

 


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Datum:
14.03.2017
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