25. SEPTEMBER 2017

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E.on legt erste Bilanz nach Neuausrichtung vor


Im Jahr eins nach der Aufspaltung des Konzerns in E.on und Uniper hat das Unternehmen Geschäftszahlen vorgelegt. Vorstandschef Johannes Teyssen sieht E.on auf einem guten Weg. Negativ schlagen Verbindlichkeiten und Abschreibungen aus der Vergangenheit zu Buche – letztmals, wie das Unternehmen betont.
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Mit diesem Schlussstrich sei das Unternehmen nun frei, in den operativen Kerngeschäften Energienetze, Kundenlösungen und erneuerbare Energien künftig zu wachsen, heißt es.

 

Kerngeschäft

 

„Das operative Kerngeschäft zeigte sich im Geschäftsjahr 2016 robust“, so E.on. Das bereinigte EBIT lag den Angaben zufolge mit 3,1 Milliarden Euro am oberen Ende der Prognose von 2,7 bis 3,1 Milliarden Euro und unter dem Vorjahreswert.

 

Der bereinigte Konzernüberschuss betrug 904 Millionen Euro.

 

Dividende

 

Für das laufende Jahr schlägt der Vorstand der Hauptversammlung mit 21 Cent pro Aktie eine Dividende in der Mitte der angekündigten Bandbreite von 40 bis 60 Prozent für 2016 vor.

 

2017 will E.on die Dividende um rund 45 Prozent anheben und einen fixen Betrag von 30 Cent pro Aktie ausschütten.

  

„Die Bilanz des Übergangsjahres 2016 ist eine Zäsur, die den Weg in die neue Energiewelt frei macht“, so Vorstandschef Johannes Teyssen. „Damit können wir uns nun voll und ganz auf unsere Kunden in den drei Kerngeschäften Energienetze, Kundenlösungen und Erneuerbare

Energien konzentrieren.“

 

Uniper

 

Mit der Abspaltung von Uniper waren Abschreibungen von Uniper-Buchwerten von insgesamt rund elf Milliarden Euro verbunden.

 

Die seit der Börsennotierung positive Wertentwicklung von Uniper kann sich bei einem zukünftig geplanten Verkauf der noch von E.on gehaltenen Uniper-Anteile über entsprechende Veräußerungserlöse positiv auswirken.

 

Mit der Entkonsolidierung von Uniper habe E.on zudem frühere Währungsverluste aus Uniper-Geschäften in Höhe von rund 3,6 Milliarden Euro aufgrund von Bilanzierungsvorschriften im Ergebnis ausweisen müssen.

 

Hinzu kommen einmalig rund zwei Milliarden Euro für die Verständigung mit dem Bund zur Finanzierung des Kernenergie-Ausstiegs in Deutschland.

 

Uniper hatte bereits vorige Woche Geschäftszahlen vorgelegt. Hier die Details zum Nachlesen.

 

Atomausstieg

 

E.on wird den Angaben zufolge Mitte 2017 rund zehn Milliarden Euro an den staatlichen Kernenergie-Fonds zahlen.

 

Die Zahlung sei zum größten Teil durch bereits vorhandene liquide Mittel und Wertpapiere gedeckt.

 

Für den darüber hinaus entstehenden Liquiditätsbedarf existiere ein ganzheitlicher Finanzierungsplan, heißt es.

 

Fehlbetrag

 

Insgesamt ergeben diese einmaligen Effekte einen Konzernfehlbetrag für 2016 von rund 16 Milliarden Euro.

 

Die Auswirkungen der Abspaltung von Uniper, die Anpassungen der Rückstellungen für den Rückbau der Kernkraftwerke sowie die sich aus dem derzeitigen Zinsumfeld ergebenden höheren Pensionsverpflichtungen haben das Konzerneigenkapital zum 31. Dezember 2016 deutlich auf 1,3 Milliarden Euro reduziert.

 


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Datum:
15.03.2017
Bilder:
Bild: E.on

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