22. JULI 2017

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Im Norden dreht sich mehr


Wie kann das hohe Aufkommen an überschüssigem Erneuerbar-Strom in Schleswig-Holstein durch Power-to-Gas-Technik regional nutzbar gemacht werden? Mit dieser Frage beschäftigt sich eine Machbarkeitsstudie, die GP-Joule-Gründer und Geschäftsführer Ove Petersen an Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig übergeben hat.

Sieben Institutionen, darunter Fraunhofer ISI, Fraunhofer ISE und die Stiftung Umweltenergierecht, haben  für GP Joule die Machbarkeitsstudie zum Verbundvorhaben ›Akzeptanz durch Wertschöpfung – Wasserstoff als Bindeglied zur Kopplung des Wärme-, Strom-, Industrie- und Verkehrssektors‹ erarbeitet.

Wärme und Wasserstoff für Nordfriesland

Das Konzept: Fünf in Nordfriesland installierte PEM-Elektrolyseure wandeln Strom aus erneuerbaren Energien in Wasserstoff um. Die Systeme speisen die dabei anfallende Wärme in bereits vorhandene Nahwärmenetze ein.


Der Wasserstoff wird gespeichert und anschließend über zwei H2-Tankstellen in Husum und Niebüll an zwei Brennstoffzellenbusse abgegeben, die im regulären Öffentlichen Nahverkehr unterwegs sind.


Die Institute haben für das Papier auch die sozio-, energie-, wirtschafts- und industriepolitische Dimensionen des Verbundvorhabens untersucht.


Das Konzept ermöglicht es laut GP Joule, Technologien mit unterschiedlichem Reifegrad systemisch und sektorenübergreifend zu integrieren. Zudem steigere es die Akzeptanz für die Energiewende und biete eine deutliche Reduktion der CO2-Emissionen.

Aus der Region für die Region

„Die Ergebnisse der Studie können sich sehen lassen: Unser Verbundvorhaben beweist, dass  Wasserstoff aus erneuerbaren Energien  zu wettbewerbsfähigen Kosten erzeugt und als CO2-freier Kraftstoff für den Mobilitätssektor angewendet werden kann.  Weder aus technischer, genehmigungsrechtlicher oder wirtschaftlicher Perspektive gibt es für das Verbundvorhaben signifikante Hürden“, so Ove Petersen von GP Joule.


Das Verbundvorhaben sei ein Beweis, dass die Wertschöpfung aus Erneuerbaren im Norden nicht bei der Erzeugung von Windstrom aufhöre, so Ministerpräsident Albig. „Durch die regionale Nutzung vor Ort entstehen zusätzliche wirtschaftliche Impulse. Klimaschutz und erfolgreiches Wirtschaften gehen Hand in Hand."

Datum:
20.03.2017
Unternehmen:
Bilder:
Uschi Dreiucker / pixelio.de
Bild: GP Joule

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