22. OKTOBER 2017

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Für alle Fälle


Die European Energy Exchange wird vor dem Hintergrund einer möglichen Spaltung der deutsch-österreichischen Preiszone finanziell abgewickelte Stromfutures für Deutschland einführen. „Das Produkt liefert eine langfristige Lösung im Falle einer Aufteilung der deutsch-österreichischen Preiszone“, so die EEX.

Die neuen Produkte werden ab dem 25. April zum Börsenhandel und zur Trade Registrierung zur Verfügung stehen.

 

Sie bieten laut EEX zusätzliche Absicherungsmöglichkeiten zu den bestehenden Phelix-Futures.

 

Das Produktangebot umfasst Grund- und Spitzenlastkontrakte mit Monats-, Quartals- und Jahresfälligkeiten. Die Abrechnung der deutschen Stromfutures erfolgt bis zu einem eventuellen Inkrafttreten der Teilung gegen den deutsch-österreichischen Day-Ahead Auktionspreis.

 

Im Falle einer Aufteilung der Preiszone würde der Future danach gegen einen lokalen deutschen Day-Ahead Auktionspreis abgerechnet.

 

Unsicherheit nimmt zu

 

„Die aktuelle Diskussion über eine mögliche Aufteilung der deutsch-österreichischen Preiszone hat zu gestiegener Unsicherheit im Markt geführt“, so Peter Reitz, Vorstandsvorsitzender der EEX.

 

„Mit den zusätzlichen Terminprodukten für Deutschland neben der bestehenden Phelix-Produktpalette für die deutsch-österreichische Preiszone folgen wir dem Bedürfnis unserer Kunden zur Absicherung gegen zukünftige Preisrisiken unabhängig von der endgültigen Entscheidung über die Gestaltung der Preiszone.“

 

EEX gegen getrennte Preiszonen

 

Nichtsdestotrotz sei die EEX der Ansicht, dass die Trennung ein Schritt in die falsche Richtung wäre.

 

Stattdessen empfehle die EEX dringend die weitere Integration der europäischen Strommärkte.

 

Durch eine Aufspaltung der liquidesten europäischen Preiszone erwartet die Energiebörde einen Abfall der Liquidität und steigende Kosten für die Stromversorgung.

 

Hintergrund

 

Die europäischen Strom-Regulierungsbehörden hatten im November mehrheitlich einen Entscheidungsentwurf des Direktors der europäischen Regulierungsagentur ACER befürwortet, der eine Trennung der deutsch-österreichische Strompreiszone vorsieht.  

 

Hier die Details zum Nachlesen im Beitrag "Grenzgänge". 

 

Auch die Bundesnetzagentur forderte Ende Oktober ein Engpassmanagement zwischen den beiden Märkten.

Datum:
18.04.2017
Unternehmen:
Bilder:
Bild: EEX

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