18. DEZEMBER 2017

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Dieselskandal: Ottomotor ist auch keine Lösung


Seit dem Bekanntwerden des VW-Skandals reißt die Debatte um den Dieselantrieb nicht ab. Würden alle Dieselmotoren durch Ottomotoren ersetzt, stiege der CO2-Ausstoß der Pkw in Deutschland um 9,3 Prozent oder 11,8 Millionen Tonnen pro Jahr. Das hat das Marktforschungsunternehmen Dataforce herausgefunden.

Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben anhand des Fahrzeugbestands und der Neuzulassungen in Deutschland den Beitrag von Dieselmotoren zur Einsparung von CO2 berechnet.

 

Modellrechnung

 

"Gegenüber einer Benzinerflotte gleicher Zusammensetzung in Hinblick auf Fahrzeug- und Marktsegmente sparen die 12,9 Millionen Dieselfahrzeuge im deutschen Pkw-Bestand jedes Jahr 11,8 Millionen Tonnen CO2 ein", so Dataforce.

 

Prozentual reicht die CO2-Ersparnis durch Dieselmotoren von 18,6 Prozent bei Firmenwagen bis 7,5 Prozent bei Privatfahrzeugen. Im Mittel sind es 9,3 Prozent weniger Klimagase, heißt es.

 

Die im Jahr 2016 zugelassenen Autos stoßen den Angaben zufolge pro Jahr rund 8,5 Millionen Tonnen CO2 aus.

 

"Hier ermöglichen die Dieselmotoren eine Ersparnis von 10,2 Prozent respektive 973.000 Tonnen CO2", so Dataforce.

 

Angesichts der sinkenden Dieselanteile 2017 überrasche es daher nicht, dass die CO2 Werte von Neuwagen wieder zunehmen.

 

Wie weiter?

  

Jüngst haben Forscher des Wuppertal Instituts in einer Szenariostudie gezeigt, wie sich die Treibhausgasemissionen des Verkehrs in Deutschland von 166 Millionen Tonnen im Jahr 2016 bis zum Jahr 2035 auf null senken lassen – eine Zielmarke, die unter der Prämisse notwendig ist, dass die Erderwärmung auf möglichst 1,5 Grad Celsius begrenzt werden soll.

 

Details unter www.energiespektrum.de/176093

 

Datum:
05.10.2017
Bilder:
Bild: Rainer Sturm /pixelio.de

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