17. JANUAR 2018

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Teil Drei für Windenergie an Land


Die Bundesnetzagentur hat die Zuschläge der dritten Ausschreibung für Windenergie an Land erteilt. Die Ausschreibung war deutlich überzeichnet und auch diesmal kamen fast nur Gebote von Bürgerenergiegesellschaften zum Zuge. Die Branche reagierte mit Kritik auf die Ergebnisse.
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Bei einem Ausschreibungsvolumen von 1.000 Megawatt wurden 210 Gebote mit einem Volumen von 2.591 Megawatt abgegeben. Die Bundesnetzagentur hat 61 Geboten mit einem Gebotsumfang von 1.000,4 Megawatt einen Zuschlag erteilt.


Der durchschnittliche mengengewichtete Gebotswert in dieser Runde lag mit 4,02 ct/kWh unter dem Zuschlagswert der letzten Runde von 4,29 ct/kWh, teilt die Regulierungsbehörde weiter mit.


„Auch diesmal sind die Zuschlagswerte wieder deutlich gesunken, gegenüber der Vorrunde um weitere zehn Prozent. Die Zuschläge liegen im Durchschnitt bei etwa 3,8 ct/kWh und damit deutlich unter 4 ct/kWh“, so Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur.

99 Prozent des Zuschlagsvolumens

„Das Ergebnis bestätigt Erfahrungen aus den voran gegangenen Ausschreibungen: Es wurden fast ausschließlich Gebote von Bürgerenergiegesellschaften bezuschlagt. Diese Bieter haben nun viereinhalb Jahre Zeit für die Realisierung ihrer Projekte und haben dabei nach unserer Einschätzung positiv weiterentwickelte Anlagentechnologien und sinkende Preise bei ihren Geboten unterstellt.“


Im Ergebnis entfallen 98 Prozent der Zuschläge (60 Zuschläge) und 99,2 Prozent des Zuschlagsvolumens auf die gesetzlich definierten Bürgerenergiegesellschaften. Die Ausschreibungsrunde war somit von Geboten ohne Genehmigung geprägt.

Branche fordert Genehmigungspflicht für Alle

„Das EEG muss dringend repariert werden, um die Energiewende fortzusetzen und die Fortschritte bei der Windenergie zu erhalten,“ sagt Matthias Zelinger, Geschäftsführer VDMA Power Systems. „Das heißt, dass nur noch genehmigte Projekte in die Ausschreibungen gelangen dürfen. Der Höchstpreis ist dieser Änderung anzupassen und nicht realisierte Kapazitäten müssen erneut ausgeschrieben werden.“


Die erneut hohe Zahl für Projekte ohne BImSchG-Genehmigung gefährdet den Ausbaupfad noch weiter, teilt der VDMA mit.

"Ungleicher Wettbewerb"

Die sehr niedrigen Gebotswerte von Projekten ohne Genehmigung würden auf erwartet niedrigen Erzeugungskosten künftiger Anlagen beruhen. Da sie gegen genehmigte Projekte antreten, die nur auf der Grundlage heutiger Technologien und Erzeugungskosten bieten können, ergebe sich hieraus ein ungleicher Wettbewerb.


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