17. JANUAR 2018

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Wind-Riese geht ans Netz


Die Kleinstadt Gaildorf bei Schwäbisch Hall geht in die Technikgeschichte ein. Jetzt ging unweit von Gaildorf eine Windenergieanlage in Betrieb, die als die höchste weltweit gilt.

Die Anlage ist Teil des Pilotprojekts Naturstromspeicher. Es besteht aus vier Windkraftanlagen mit einer Nennleistung von insgesamt 13,6 MW.

 

Weitere 16 MW aus dem integrierten Pumpspeicherkraftwerk kommen Ende 2018 dazu.

 

Die vier Windenergieanlagen mit Nabenhöhen von 155 bis 178 Metern hat die Max Bögl Wind AG auf dem Höhenzug unweit von Gaildorf errichtet, heißt es in einer Unternehmensmitteilung.

 

„Wir sind stolz, mit diesem Meilenstein einen wichtigen Schritt zum Gelingen der Energiewende und zur CO2-Reduzierung beitragen zu können“, so Josef Knitl, Vorstand von Max Bögl Wind.

Eineinhalb Jahre Bauzeit 

Etwas mehr als eineinhalb Jahre sind seit dem ersten Spatenstich bis zur nun ersten ins Netz eingespeisten Kilowattstunde Windstrom vergangen.

 

Pro Jahr sollen die insgesamt vier Anlagen jeweils mehr als zehn Gigawattstunden (GWh) Strom erzeugen, heißt es.

 

Bei dem Naturstromspeicher handelt es sich den Angaben zufolge um einen flexiblen Kurzzeitspeicher, bestehend aus Wasserbecken in den Turmfundamenten der Windkraftanlagen, einem Pumpspeicherkraftwerk und einem Unterbecken im Tal.

 

Damit können bei Bedarf weitere 70 Megawattstunden (MWh), also bis zu vier Stunden gespeicherter Strom eingespeist werden und zur Netzstabilität beitragen.

 

„Das Speicherkonzept agiert dabei extrem flexibel und kann innerhalb von 30 Sekunden zwischen Stromproduktion und Speicherung wechseln, womit eine kurzfristige Anpassung auf den Bedarf des Strommarkts ermöglicht wird“, so Max Bögl Wind.

 

Wenn das Wasser im Turm steigt

 

In Heft 7/17 stellte Energiespektrum das Projekt ausführlich vor.

 

Details unter www.energiespektrum.de/175896

Datum:
21.12.2017
Unternehmen:
Bilder:
Bild: Max Bögl Wind
Bild: Max Bögl

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