17. JANUAR 2018

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Zahlencheck zum EEG


Die Bundesnetzagentur hat die Auswertung „EEG in Zahlen“ für das Jahr 2016 veröffentlicht. Der Bericht enthält erstmals auch Statistiken zu den Ausschreibungen.

Die Auswertungen zu den Ausschreibungen zeigen laut der Regulierungsbehörde, dass diese von einem hohen Wettbewerbsniveau geprägt waren. Dies führte zu sinkenden Zuschlägen. Bei Windenergieanlagen an Land sank der durchschnittliche mengengewichtete Zuschlagswert innerhalb von drei Ausschreibungsrunden von 5,17 ct/kWh auf 3,82 ct/kWh.


Geografisch verteilten sich die Zuschläge für EEG-Anlagen im gesamten Bundesgebiet. Solaranlagen in Bayern und Mecklenburg-Vorpommern konnten mit 63 Prozent und Windanlagen an Land in Brandenburg und Niedersachsen mit 49 Prozent die meisten Zuschläge verzeichnen.

EEG-Umlage für selbstverbrauchten Strom

Der Bericht enthält zudem erstmals Statistiken zur EEG-Umlage für selbstverbrauchten Strom. Seit August 2014 gibt es für Strommengen in der Eigenversorgung eine Pflicht zur Zahlung der EEG-Umlage.


Im Jahr 2016 ist für 1,6 Mrd. Kilowattstunden in der Eigenversorgung die EEG-Umlage angefallen. Die Einnahmen betrugen 41 Mio. Euro. Dies stelle eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr (8 Mio. Euro) dar, so die BNetzA weiter.


Dabei entfielen etwa 80 Prozent der Umlageeinnahmen auf KWK-Anlagen, insbesondere auf solche mit einer installierten Leistung zwischen 1 bis 10 MW (14 Mio. Euro). Insgesamt entsprechen die Umlageeinnahmen aus selbstverbrauchten Strom 0,2 Prozent der gesamten Einnahmen aus der EEG-Umlage.

Verschiedene Aspekte unter der Lupe

Weiterhin enthält der Bericht auch Angaben zur Eigenversorgung für einzelne Energieträger sowie Auswertungen für die verschiedenen Anlagengrößen und Bundesländer.


Wie in den Vorjahren finden sich in dem Paper weitere Auswertungen zum Beispiel zur installierten Leistung, zu den Strommengen nach dem EEG , zu Vermarktungswegen des erneuerbaren Stroms sowie zum Einspeisemanagement.


Die Auswertung „EEG-in-Zahlen 2016“ ist auf den Internetseiten der Bundesnetzagentur veröffentlicht unter: www.bundesnetzagentur.de/eegiz.

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