19. FEBRUAR 2018

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Groko: Was lange währt ...


Am 7. Februar verständigten sich Union und SPD in Berlin auf einen Koalitionsvertrag. Die SPD-Mitglieder müssen noch zustimmen. Die Verbände bewerten die Einigung unterschiedlich.
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Wie die Klimaziele im Wärmesektor erreicht werden sollen, bleibt nach Vorlage des Koalitionsvertrages offen.
 
Insbesondere hier bedarf es konkreter Maßnahmen, welche die Erneuerbaren Energien im Wärme- und Verkehrssektor wirklich voran bringen.
 
Der Koalitionsvertrag äußert sich positiv zur Sektorenkopplung und zu Energiespeichern. Damit Strom, Wärme und Mobilität zu einem gekoppelten Energiesystem zusammenwachsen können, bedarf es jedoch einer Reform des Steuern-, Abgaben-, Umlagen- und Entgeltsystems im Energiebereich. „Mehr Sektorenkopplung entlastet die Netze, schafft mehr Flexibilität und spart Kosten für Redispatch und Einspeisemanagement“, so Röttgen.
 
Bundesverband Neue Energiewirtschaft
 
Zur Einigung von CDU/CSU und SPD auf einen Koalitionsvertrag erklärt Robert Busch, Geschäftsführer des Bundesverbandes Neue Energiewirtschaft (bne): „Das Energiekapitel im Koalitionsvertrag ist in vielen Teilen Stückwerk, es fehlt ein energiewirtschaftlicher Überbau.“
 
Um die Energiewende entscheidend voranzubringen, fehle es an wirksamen Instrumenten für die Kopplung der Sektoren Strom, Wärme und Mobilität.
 
„Als neue Energiewirtschaft hätten wir uns hier mehr Mut und ein klares Bekenntnis zu einer Reform des Abgabe- und Umlagesystems und eines CO2-Mindestpreises gewünscht.“ Diese Themen müssen nach Ansicht der Verbandes im vorgesehenen Klimaschutzgesetz Eingang finden.
 
Positiv am Koalitionsvertrag sei das Bekenntnis zur einer Netzentgeltreform, um die Flexibilisierung von Erzeugung und Verbrauch voranzubringen.

„Dafür haben wir uns als Verband schon lange mit eigenen Vorschlägen stark gemacht. Auch die Absicht, die Rahmenbedingungen für Investitionen in Netzintelligenz zu verbessern, begrüßen wir“, so Busch.


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Datum:
08.02.2018
Bilder:
Bild: Rainer Sturm/pixelio.de

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