19. FEBRUAR 2018

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Das Optimum im Blick


Die Industrie in Europa hat schon vor Jahren begonnen, im Rahmen der Energiewende ebenso kreative wie energiewirtschaftlich vorbildliche Konzepte zu entwickeln. Jetzt hat die Umsetzungsphase begonnen. Das zeigt das Beispiel von BMW in Leipzig.

Seit vorigen Oktober ist auf dem Werksgelände des Autobauers eine Speicherfarm in Betrieb.

 

BMW realisierte das Projekt in Kooperation mit Energy2Market, so die Unternehmen bei der Projektvorstellung auf der E-world in Essen.

 

„Bei der im BMW Group Werk Leipzig errichteten Speicherfarm handelt es sich um einen Großspeicher, der aus bis zu 700 BMW i3-Batterien – ein Großteil davon in ihrem Second life – entstanden ist und derzeit den weltweit größten Speicher dieser Art darstellt“, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung.

 

Die Anlage kann den Angaben zufolge Strom aus Windenergieanlagen und anderen Quellen auf dem Werksgelände zwischenspeichern und so das lokale Energiemanagement optimieren.

 

„Jenseits der Werksgrenzen kann die Speicherfarm auch bidirektional Strom als Regelenergie für das öffentliche Netz bereitstellen. Das ist ein nachhaltiger Beitrag zur Stabilisierung der Stromnetze“, heißt es.

 

Teil eines vituellen Kraftwerks

 

Die Speicherfarm ist werksintern über eine BMW-IT-Lösung in alle Energieflüsse integriert und zum virtuellen Kraftwerk (VKW) der e2m über eine standardisierte Schnittstelle angebunden.

 

Diese Schnittstelle ermöglicht neben der lokal autonom agierenden PRL-Steuerung auch die Echtzeit-Übertragung sämtlicher Informationen an das VKW zur weiteren Optimierung der Vermarktungsoptionen.

 

Die Anlage wurde vor kurzem beim Übertragungsnetzbetreiber 50 Hertz präqualifiziert.

 

Für e2m ist die Speicherfarm bereits die vierte Technologie, deren Flexibilität gemeinsam mit der BMW Group für die  Vermarktung erschlossen wurde, heißt es.

 

Die BMW Speicherfarm Leipzig ist Teil der Wind-Node-Initiative, die sich die Förderung intelligenter Nutzung von erneuerbaren Energien zur Hauptaufgabe gemacht hat.

 

Artikelserie: Best Practice in der Industrie

 

Die Energieeffizienz in Deutschland ist besser geworden. Aber noch lange nicht gut genug, um international Standards zu setzen.

 

In einer mehrteiligen Serie stellte Energiespektrum 2016 Industriebetriebe vor, die innovative Wege gehen für eine bessere Energieeffizienz. Den Anfang machte ein Beitrag über die Bayerischen Motorenwerke in Leipzig.

 

Hier der Text ‚Alle Register ziehen‘ zum Nachlesen www.energiespektrum.de/164450

Datum:
12.02.2018
Bilder:
Bild: Peter Varga/fotolia.de
Bild: BMW/Christoph Busse

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