26. APRIL 2018

zurück

kommentieren drucken  

Für das Quartier


Die Fraunhofer Gesellschaft will mit Partnern die automatisierte Sektorkopplung im Bereich der Quartiersversorgung voranbringen. Sie haben dafür den Verein Open District Hub gegründet.

Damit werde der Rahmen geschaffen, die Interessen des gesamten Wertschöpfungsnetzes der Quartiersversorgung zu bündeln, inklusive Strom, Wärme, Raumklimatisierung und Mobilität, teilt Fraunhofer weiter mit.

 
»Die Energieversorgung in Deutschland und Europa ist aktuell einem immensen Wandlungsprozess unterworfen. Wenn unsere Gesellschaft die im Klimaschutzabkommen vereinbarten CO2-Minderungsziele erreichen will, muss der jährliche Ausstoß von Treibhausgasen ab dem Jahr 2020 um zusätzliche drei bis fünf Prozent sinken«, sagt Professor Georg Rosenfeld, Vorstandsmitglied der Fraunhofer-Gesellschaft für den Bereich Technologiemarketing und Geschäftsmodelle.


»Zur Lösung dieser Herausforderung kann die vollintegrierte und -automatisierte Sektorenkopplung auf Quartiersebene unter Einsatz lokal erzeugter erneuerbarer Energien einen entscheidenden Beitrag leisten.«

Von Blockchain bis zu selbstlernenden Systemen

Basis für das unter Federführung der Fraunhofer-Gesellschaft entstandene Projekt Open District Hub sind eigenen Angaben zufolge moderne Technologien und Forschungsergebnisse sowie digitale Innovationen. Ein selbstlernendes Energiemanagementsystem zähle ebenso dazu wie ein digitaler Blockchain-Marktplatz und ein auf Künstlicher Intelligenz basierendes Cybersicherheitskonzept.


»Unser Ansatz bietet über den ökologischen Gesichtspunkt regionaler, klimafreundlicher Versorgung hinaus vielversprechende wirtschaftliche Verwertungsaspekte«, so Projektleiter Dr. Karsten Schmidt, Corporate Business Development Manager Energy bei Fraunhofer.

 
»Neue Geschäftsmodelle für die Immobilienwirtschaft als Anbieter von Energie- und Mobilitätsdienstleistungen können ebenso entstehen wie für die Hersteller von erneuerbaren, dezentralen Erzeugungsanlagen wie Photovoltaik, Speichern oder Wärmepumpen. Klassische Energieversorgungsunternehmen erhalten neue Möglichkeiten, ihr Bestandsgeschäft zu revitalisieren.«

Die Gründungsmitglieder

Der Verein hat 14 Gründungsmitglieder: DSK Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft, Eloaded, EnBW, Fortiss, Fraunhofer-Gesellschaft, Getec Wärme & Effizienz, Inno2grid, Jost Energy, PwC, Sortimo Innovationspark Zusmarshausen, Schneider Electric, Thüga, Viessmann Deutschland und Vonovia.


 „Unsere Beteiligung am ODH bietet den großen Vorteil, dass wir auf das Know-how des kontinuierlich wachsenden Netzwerks aus Industrie und Wissenschaft zurückgreifen können und gleichzeitig eine gestaltende Funktion für die Zukunft der kommunalen Energiewirtschaft wahrnehmen können“, so Dr. Matthias Cord, Stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Thüga.

Arbeiten am Standard

 „Wir wollen gemeinsam mit unseren Partnern aktuelle und künftige Entwicklungen frühzeitig erkennen und diesen Wissensvorsprung nutzen, um strategisch neue Geschäftsfelder für unsere Partnerunternehmen auszubauen und einen skalierbaren Standard für Smarte Quartiere mit zu entwickeln“, so Cord weiter.


Innerhalb der kommenden vier Jahre soll ein praxistauglicher Standard entwickelt und in Pilotquartieren erprobt werden, teilt das Unternehmen weiter mit. Momentan werden in der Thüga Gruppe bereits erste Konzepte für die Umsetzung intelligenter Quartiere erarbeitet.

Datum:
11.04.2018
Bilder:
Bild: Andreas Hermsdorf/pixelio.de

kommentieren drucken  


ANZEIGE

 

 
» Finden Sie weitere News in unserem Newsarchiv

  Jetzt Newsletter
abonnieren!


Aktuelle Ausgaben

Partner

Management Forum Starnberg GmbH

Medienpartner enerope

Maslaton

GVS