17. JANUAR 2018

zurück

kommentieren drucken  

Grün und lokal - das Projekt Green Power Grid


Wie können erneuerbare Energien auch ohne EEG-Einspeisevergütung rentabel genutzt werden? Dieser Frage geht das Projekt Green Power Grid nach. Es verfolgt die Idee einer lokalen Energie-Community, deren Stromversorgung auf Sonnenenergie basiert. Projektpartner sind die Stadtwerke Speyer, der Verein Storegio und das Fraunhofer ITWM.
Mehrseitiger Artikel:
1 2  

„Die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien ist dezentral und bedarf dezentraler Netzstrukturen. Für die kosteneffiziente Umsetzung der Energiewende ist es notwendig, lokal erzeugten Strom möglichst auch lokal zu verbrauchen“, sagte der Umweltstaatssekretär von Rheinland-Pfalz Thomas Griese in Speyer.

Über eine Million an Förderung

Dort übergab er Ende Oktober die Förderbescheide über insgesamt 1,1 Millionen Euro für das Projekt an die beteiligten Projektpartner Stadtwerke Speyer und Fraunhofer Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik.


Die Summe setzt sich zusammen aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) sowie des Landes Rheinland-Pfalz.


Das Fraunhofer ITWM und die Stadtwerke Speyer würden im Rahmen des Projektes zeigen, wie auf lokaler und regionaler Ebene durch die Verbindung von Informationstechnik und vernetzter dezentraler Stromspeicherung ein weiterer Ausbau sowie eine bessere Systemintegration von PV-Anlagen kosteneffizient erreicht werden könne, wie das Umweltministerium von Rheinland-Pfalz weiter mitteilt.

Virtuelle Großbatterie

Die Laufzeit des Projektes beträgt drei Jahre, so das Fraunhofer-Institut. Projektstart war Mitte 2016. Geplant werde mit mehr als einhundert Kunden, die PV-Anlagen maximaler Größe installieren. Viele davon sollen gleichzeitig mit einem Batteriespeicher ausgestattet werden.


Die eingesetzten Speicher sollen über eine Plattform zu einer virtuellen Großbatterie zusammengefasst werden, die über eine Schnittstelle der Leitwarte der Stadtwerke steuerbar sein wird.

Von Nachbarn für Nachbarn

Dies bilde die Grundlage für eine lokale Grünstromversorgung, wie das Institut weiter mitteilt. Darüber hinaus könne Überschussenergie an Dritte abgegeben werden – dezentral von Nachbarn für Nachbarn. Die Projektpartner seien sich einig, dass die notwendigen Technologien und Komponenten schon zur Verfügung stehen und man sie nur noch intelligent verbinden müsse.


Im Dezember vergangenen Jahres haben die Partner die Arbeit aufgenommen. Der Projektleiter der Stadtwerke Speyer, Mathias Reinhart, berichtet von einem Kundenangebot, das in einem ersten Schritt ausgearbeitet worden ist.


Mehrseitiger Artikel:
1 2  
Datum:
27.10.2017
Unternehmen:
Bilder:
Rainer Sturm/pixelio.de

kommentieren drucken  


ANZEIGE

 

Diese Artikel könnten Sie ebenfalls interessieren:

Mehr Wind vom Meer

Mehr Wind vom Meer

Die Windbranche hat aktuelle Ausbauzahlen zur Offshore-Windenergie vorgestellt. Insgesamt sind mehr als 5,3 Gigawatt an Kapazität am Netz. Die Stromproduktion aus Windenergie auf See stieg im Vergleich zu 2016 stark an. » weiterlesen
Alles im Flow

Alles im Flow

Immer mehr Ökostrom wird auch in Niederspannungsnetzen produziert und kann diese belasten. In einem Projekt haben Partner aus Wissenschaft und Industrie einen Netzregler entwickelt und untersucht, wie viel Ökostrom sich ohne Netzverstärkung aufnehmen lässt. » weiterlesen
Windkraft-Erlöse außerhalb des EEG heben

Windkraft-Erlöse außerhalb des EEG heben

Gibt es neben dem EEG alternative Optionen, Anlagen wirtschaftlich zu betreiben? Diese Frage stellt sich für Betreiber von Windenergieanlagen angesichts sinkender EEG-Fördersätze, hoher Hürden, um im Ausschreibungsverfahren eine Förderung zu erhalten sowie der in manchen Regionen zunehmenden Abregelungen im Rahmen des Einspeisemanagements. Der BWE hat dazu einen Leitfaden veröffentlicht. » weiterlesen
2035: Reicht der Strom fürs E-Auto?

2035: Reicht der Strom fürs E-Auto?

Wenn bis 2035 bis zu 40 Prozent der deutschen Fahrzeugflotte elektrisch fahren, würde dadurch der Strombedarf um rund fünf Prozent steigen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Marktforschungs- und Beratungsinstitutes Aurora Energy Research. » weiterlesen
 
» Finden Sie weitere News in unserem Newsarchiv

  Jetzt Newsletter
abonnieren!


Aktuelle Ausgaben

Firmenportraits

Partner

Management Forum Starnberg GmbH

Medienpartner enerope

Maslaton

GVS