17. JANUAR 2018

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Blockchain in Wuppertal


Ökostrom aus der Solaranlage des Nachbarn, aus der Biogasanlage des örtlichen Bauernhofs oder aus dem Windrad eines lokalen Anbieters bestellen: Dieses Modell auf Basis der Blockchain-Technologie setzt Axpo unter dem Namen Elblox gemeinsam mit den Wuppertaler Stadtwerken (WSW) in die Tat um.
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Mit Hilfe der Technologie können Kunden der WSW ihren Strom-Mix ab sofort digital selbst zusammenstellen, wie Axpo weiter mitteilt. Regionalen Betreibern von Solar-, Windkraft-, Wasserkraft- und Biomasseanlagen bietet sich die Möglichkeit, ihren selbst produzierten Strom direkt an die Endverbraucher zu verkaufen.

So soll etwa in Zukunft Strom direkt beim Produzenten bestellt werden können. Die Idee für die Plattform wurde im Jahr 2015 von einem Team der Axpo Gruppe entwickelt und 2016 im Labor getestet.

Ein lokaler Marktplatz
Elblox betreibt eine Blockchain-basierte Peer-to-Peer Plattform für den personalisierten Vertrieb von Strom zwischen dezentralen Produzenten von erneuerbaren Energien und potenziellen Konsumenten.

Stromverbraucher können über die digitale Handelsplattform von Elblox mehrere Stromerzeuger aus ihrer unmittelbaren Umgebung auswählen und sich so ihr individuelles Stromportfolio zusammenstellen. Lokalen Stromproduzenten kann die Plattform einen neuen Vertriebskanal bieten, über den sich ihr Strom direkt an Endkunden verkaufen lässt.


Die Wuppertaler Stadtwerke sind Betreiber der Handelsplattform und übernehmen die energiewirtschaftliche Abwicklung. Axpo entwickelt neben dem Konzept auch die IT-technische Infrastruktur und betreibt diese für die WSW.
 
Mit Herkunftsnachweis
In der Plattform laufen dabei sämtliche Daten in Bezug auf Produktion, Verbrauch und vertragliche Beziehungen zwischen den Teilnehmern zusammen. Die Blockchain stellt sicher, dass die Informationen zur Produktion und deren Vermarktung für jede Anlage dokumentiert sind, so das Schweizer Unternehmen weiter.


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