19. FEBRUAR 2018

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Studie: Bürgerenergie bleibt Schlüssel für Energiewende


Für eine erfolgreiche Energiewende in Deutschland spielen die Bürgerinnen und Bürger als Energieproduzenten eine Schlüsselrolle. Wie aus einer neuen Studie des Instituts Trendresearch hervorgeht, sind Privatpersonen weiterhin die mit Abstand wichtigsten Investoren für Erneuerbare-Energien-Anlagen.

Ihnen gehört in Deutschland knapp ein Drittel der installierten Leistung zur regenerativen Stromproduktion. Damit liegen sie weit vor Energieversorgern, Projektierern, Gewerbebetrieben, Fonds und Banken.

„Bürgerengagement bleibt ein entscheidender Erfolgsfaktor für den weiteren erfolgreichen Ausbau der Erneuerbaren Energien“, betont der Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE), Philipp Vohrer.

Eigentumsanteile laut Studie
Energie-Genossenschaften wie auch Bürgerwindparks, die als Verbund gemeinsam Erneuerbare-Energien-Projekte verwirklichen, werden in der Trendresearch-Studie ebenso zur Kategorie der Privatleute gezählt wie Einzelpersonen, die zum Beispiel in eine Photovoltaikanlage investieren.

Zusammen bringen es die Privatleute und Landwirte auf einen Anteil von 42 Prozent am Eigentum Erneuerbarer-Energien-Anlagen in Deutschland. Ihr Anteil ist damit gegenüber der Vorgänger-Erhebung, die das Jahr 2012 erfasste, insgesamt um vier Prozentpunkte gesunken.

Zur Entwicklung der vergangenen Jahre gehört auch, dass sich der Anteil größerer Unternehmen an der installierten Leistung Erneuerbarer Energien erhöht hat.

Solar- und Windenergie leicht rückläufig
Überdurchschnittlich sei laut der Studie der Anteil der Bürgerenergie bei Solar- und Windenergie. Privatleute und Landwirte brächten es bei der Windenergie an Land auf einen Anteil von 41 Prozent. Beim Solarstrom vereinten sie sogar 49 Prozent der installierten Leistung in ihren Händen.

In beiden Sparten sei der Anteil der Bürgerenergie allerdings gesunken. So fiel der Anteil der Privatpersonen und Landwirte an der installierten Leistung von Windenergieanlagen an Land 2016 gegenüber 2012 um neun Prozentpunkte.

Hingegen legte der Anteil der Energieversorger in diesem Segment um 3,6 Prozentpunkte auf insgesamt 14,3 Prozent zu. Die Gewerbebetriebe verdoppelten ihren Anteil auf mehr als sechs Prozent.

Die Entwicklung zeige die wachsende Attraktivität des Zukunftsfelds erneuerbare Energien für institutionelle Investoren, sagt Philipp Vohrer. Nur wenn die Projekte in der Bevölkerung eine hohe Akzeptanz erfahren, würden erneuerbare Energien vor Ort die notwendige Unterstützung erhalten, die für den weiteren Ausbau in Deutschland notwendig sei.

Ein Grafikdossier zum Thema können Sie hier abrufen.

Weitere Informationen zu den Inhalten und den weiteren Konditionen zum Bezug der Trendresearch-Studie „Eigentümer-struktur: Erneuerbare Energien“ sind hier verfügbar.

Datum:
06.02.2018
Unternehmen:
Bilder:
Bild: Agentur für Erneuerbare Energien e.V.

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