13. Schnuppertag für Mädchen

Spezial Solarenergie / Intersolar

Personalmanagement - Fachkräftemangel und demographischer Wandel erfordern einen geschlechterübergreifenden Ansatz beim Recruitment.

28. Mai 2013

In den vergangenen Jahren haben bundesweit bereits mehr als eine Million Mädchen am Girls’ Day – teilgenommen. Viele von ihnen nutzen das speziell an sie adressierte Berufsorientierungsangebot mehrmals. Und nicht wenige haben im Anschluss an diesen ersten Informationstag ein Praktikum im Mint-Bereich begonnen oder dort sogar ihren Traumberuf gefunden.

Zum 13. Girls’ Day Ende April luden das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und der Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik (VDE) gemeinsam rund 30 Mädchen im Alter von 11 bis 15 Jahren aus verschiedenen Berliner Schulen ein. »Mit dem Girls‘ Day bieten wir Schülerinnen die Möglichkeit, sich selbst auszuprobieren und den Spaß an Technik zu entdecken«, so VDE-Vorstandsvorsitzender Dr. Hans Heinz Zimmer.

»Um künftig ausreichend Nachwuchskräfte und besonders junge Frauen für Mint-Berufe begeistern zu können, müssen wir bereits in der Schule ansetzen. Wie bunt die Palette der technischen Berufe – wie etwa in der Elektro- und Informationstechnik – ist, davon können sich die Schülerinnen bei den vielen Aktionen am Girls’ Day überzeugen.«

Einblick in Anforderungen geben

In der Berliner Repräsentanz des VDE zum Beispiel bauten die eingeladenen Mädchen eine Leuchtkugel. Sie verschalteten ein Solarmodul und eine LED-Leuchte auf einer Platine miteinander und montierten diese in eine durchsichtige Plastikkugel ein, so der Verband. Anschließend testeten sie die Funktion und Sicherheit ihrer Leuchte.

Ebenfalls anlässlich des diesjährigen Girls’ Day besuchten 27 Schülerinnen die Ausbildungswerkstatt des Elektrotechnikunternehmens Weidmüller in Detmold, um sich für ihre berufliche Zukunft über technische Berufe zu informieren. Bereits zum 13. Mal hatten die Schülerinnen laut Weidmüller die Möglichkeit, einen Einblick in die Aufgaben und Anforderungen von Berufen wie Mechatronikerin oder Werkzeugmechanikerin zu bekommen.

Aktiv an der Werkbank

»Für die Mädchen gab es im Unternehmen nicht nur Vorträge und Informationen, sie konnten auch direkt praktische Erfahrungen an den Maschinen und Systemen sammeln«, so das Unternehmen in einer Mitteilung. An sieben unterschiedlichen Stationen lernten die Schülerinnen im Alter von 13 und 14 Jahren viel über die technischen Ausbildungsberufe – von der technischen Produktdesignerin bis zur Zerspanungsmechanikerin. »Die Mädchen sollen technische Berufe bei uns aktiv kennenlernen – so können wir ihnen am besten ein Bild der Aufgabenfelder vermitteln«, so Günter Schröder, technischer Ausbilder bei Weidmüller.

Bei den Stadtwerken München (SWM) konnten rund 20 Schülerinnen sehen: Technik muss nicht nur etwas für Jungs sein. »Wir brauchen jetzt und in Zukunft kompetente Mitarbeiter«, so Reinhard Büttner, Geschäftsführer Personal und Soziales. »Und das schließt leistungsfähige Frauen ausdrücklich mit ein.« Begleitet durch Auszubildende und Ausbilder der SWM erstellten die Mädchen eigene Werkstücke und erhielten Antworten auf Fragen rund um Ausbildung und Arbeitsalltag bei dem EVU.

Erschienen in Ausgabe: 05/2013