17 Millionen Euro für Nürnberger Wärmespeicher

N-ergie macht sein Heizkraftwerk in Nürnberg-Sandreuth mit einem neuen Wärmespeicher flexibler. Dafür investiert das Unternehmen rund 17 Mio. €.

30. Juli 2013

Der Spatenstich für den Bau eines 33 000 m3-Wasserspeichers auf dem Kraftwerksgelände in Nürnberg-Sandreuth ist am 29. Juli erfolgt. Die eigentlichen Bauarbeiten starten spätestens im August. Es handelt sich dabei um einen Zwei-Zonen-Speicher: Im Inneren des Behälters wird das Wasser im unteren Bereich auf eine Temperatur von über 100 °C aufgeheizt. Damit dieses Wasser nicht ausdampfen kann, befindet sich im oberen Teil eine Schicht mit kälterem Wasser, die mit ihrem Eigengewicht wie ein Stempel auf das heiße Wasser drückt.

Der Wärmespeicher hat die Funktion eines Heißwassertanks, der zur Zwischenspeicherung von Wärme dient und mit dem Nürnberger Fernwärmenetz verbunden ist. Durch ihn kann die Strom- von der Wärmeerzeugung zeitlich entkoppelt werden, was den Einsatz des Heizkraftwerks flexibler macht. Besteht beispielsweise aufgrund einer Windflaute oder stärkerer Bewölkung erhöhter Strombedarf, wird die Stromerzeugung des Heizkraftwerks erhöht und die dabei auch höhere aber nicht direkt benötigte Fernwärme in den Speicher geladen. Die Wärmekapazität des Speichers mit einem Durchmesser von rund 26 m beziffert N-ergie auf etwa 1.500 MWh.

Auch an eventuell auftretende Schäden hat man bereits gedacht: Sollte wider Erwarten eine Leckage entstehen, hält ein Umfassungswall das ausströmende Wasser zurück und leitet es in einen Kanal ab.

Als Ergänzung zum Heißwasser-Speicher baut das Unternehmen zwei Elektroheizer mit einer elektrischen Leistung von je 25 MW, die überschüssigen Strom in Wärme umwandeln und diese in den Speicher leiten. Die Wärme steht bei Bedarf für eine Nutzung in der Fernwärmeversorgung zur Verfügung. Der Brennstoffverbrauch des Kraftwerks in Sandreuth wird so reduziert.