19 % wechselten Stromanbieter

Geldersparnis als vordringlichster Kündigungsgrund

25. August 2009

In den letzten zwei Jahren haben 19 Prozent der deutschen Privatkunden ihren Stromversorger gewechselt. Dies belegt eine aktuelle, bundesweite Untersuchung unter 1.000 Privatkunden des Strommarktes, die von der TNS Infratest Energiemarktforschung durchgeführt wurde. Vornehmliche Gründe für einen Wechsel des Stromanbieters ist die erwartete Geldeinsparung beim neuen Stromlieferanten.

Die Studie gibt auch Auskunft über die Kundenbindung bzw. zum Verbleib der Kunden beim derzeitigen Anbieter und hat Anreize für einen Wechsel abgefragt. Dabei fällt neben Maßnahmen, die die Preisgetriebenheit der Kunden berücksichtigen - insbesondere der Wunsch der Kunden nach individualisierten Tarifangeboten - ins Gewicht.

Stromversorger, die sich über den Preis bzw. die Art der Stromgewinnung positionieren, können laut TNS durch den Wechseltrend der Haushalte deutlich Kundenanteile gewinnen. Die größten Wechselströme sind von den großen überregionalen Anbietern hin zu den kleineren überregionalen Stromversorgern und Naturstromanbietern zu beobachten. Diese beiden Versorgergruppen positionieren sich am Markt durch eine Billigpreisstrategie bzw. über das Angebot von Ökostrom und konnten somit einen Großteil der entsprechenden Kundensegmente für sich gewinnen.

Weitere Themengebiete der Studie sind die Kundenbindung an den jetzigen Stromversorger und deren Treiber sowie die Relevanz von Preis/Stromquelle und die Preisbereitschaft. Außerdem wurden die Privatkunden zu ihrem Energieeffizienzverhalten befragt.