3. Deutscher Elektro-Mobil Kongress in Bonn

Die Erwartungen an die Zukunftstechnologie sind hoch – doch was muss passieren, damit Elektromobilität tatsächlich zum Mittel der Massenmobilität wird? Welche Fortschritte gibt es bereits und welche Hürden sind noch zu bewältigen? Diese Fragen standen auf dem Elektro-Mobil Kongress vom 8. bis 9. Juni in Bonn im Fokus.

30. Juni 2011

Bisher rollen laut eigener Angabe auf Deutschlands Straßen erst knapp 3.000 Elektroautos, bis 2020 sollen es nach dem Ziel der Bundesregierung eine Million sein, davon ein Viertel in Nordrhein-Westfalen. Dafür seien ebenso verlässliche wie komfortable Systemlösungen für eine neue Mobilität erforderlich. Einerseits müssten neue Mobilitätskonzepte, Verkehrsträger und Dienstleistungen miteinander vernetzt werden, andererseits brauche man ein flexibles, intelligentes Netz, das sogenannte Smart Grid. Was dieses leisten muss und wie es sich nutzen lässt, das diskutierten die Experten in diversen Vorträgen. Die zentrale Anforderung sei ein intelligentes Lademanagement, damit das Stromnetz nicht überlastet wird, wenn es zum massenhaften Einsatz von Elektro-Fahrzeugen kommt. Intelligente Ladesysteme müssten dafür sorgen, dass die Fahrzeuge je nach Stromangebot flexibel laden können.

Der größten Fachkongress in Deutschland zum Thema Elektromobilität fand bereits zum dritten Mal statt. Knapp 400 Teilnehmer fanden sich an den beiden Tagen im World Conference Center Bonn ein. In der dortigen Lobby präsentierten sich zudem rund 25 Aussteller aus Politik, Forschung und Industrie. Auf einer Teststrecke am Rhein konnten die Besucher Probefahrten mit E-Autos, E-Motorrädern und Pedelecs unternehmen. Veranstaltet wurde der Kongress vom nova-Institut in Kooperation mit der IAV GmbH und mit Unterstützung der EnergieAgentur.NRW.