6. Energieforschungsprogramm verabschiedet

Das Bundeskabinett hat das 6. Energieforschungsprogramm verabschiedet. Mit dem Programm ergänzt die Bundesregierung ihre Energie- und Klimapolitik. Das Fördervolumen wurde um 75% erhöht.

03. August 2011

Das Programm ist ein gemeinsames Projekt des federführenden Bundeswirtschaftsministeriums und des Bundesumweltministeriums, des Bundeslandwirtschaftsministeriums sowie des Bundesbildungsministeriums. Laut den Ministerien legt es die Grundlinien und Schwerpunkte der Förderpolitik der Bundesregierung im Bereich innovativer Energietechnologien für die kommenden Jahre fest.

Mit dem 6. Energieforschungsprogramm ergänze die Bundesregierung ihre Energie- und Klimapolitik. Sie setze so auf die verbesserte Förderung von Erforschung und Entwicklung zukunftsfähiger Energietechnologien, so die Ministerien weiter. Von 2011 bis 2014 stehen rund 3,4Mrd.€ für die Förderung zur Verfügung, rund 75% mehr als von 2006 bis 2009. Die Fördermittel würden auf Bereiche fokussiert, die für den beschleunigten Umbau der Energieversorgung Deutschlands wichtig sind: Erneuerbare Energien, Energieeffizienz, Energiespeicher, Netztechnologien sowie die Integration der Erneuerbaren in die Energieversorgung.

Als »richtiges Signal« bezeichnete die Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung vom Bundesverband der Energie und Wasserwirtschaft (BDEW) Hildegard Müller das neue Volumen des Forschungsförderprogramms. »Über die im Energieforschungsprogramm angekündigten Fördermaßnahmen hinaus ist es aber auch erforderlich, geeignete Rahmenbedingungen für Innovationen bei den Energieversorgern zu schaffen«, so Müller weiter. Beispielsweise müssten die Netzbetreiber künftig beim Thema Smart Grids sowohl bei den Investitionen, als auch bei der Forschung und Entwicklung unterstützt werden. Mit Blick auf den Einsatz von Energiespeichern sollte eine Regelung getroffen werden, die deren Erprobung und Einsatz fördere.