90 Prozent weniger Energie

Die Michelin Reifenwerke modernisieren am Standort Bad Kreuznach mit der Vulkanisation einen Teilbereich der Reifenproduktion. Sie wollen hier mit dem Einsatz neuer Technik künftig bis zu 90 Prozent an Energie einsparen. Dafür erhalten sie eine Förderung aus dem Europäischen Fond für regionale Entwicklung (EFRE).

04. Mai 2018

„Für eine erfolgreiche Energiewende sind Energieeinsparungen unerlässlich. Die Modernisierung der Vulkanisation im Michelin Reifenwerk in Bad Kreuznach ist daher eine nachhaltige und sehr begrüßenswerte Investition“, sagte die Rheinland-Pfälzische Energieministerin Ulrike Höfken bei der Übergabe des Förderbescheids an den Werksleiter Christian Metzger in Höhe von 691.396 Euro.

„Es ist beindruckend, wie viel Energie und CO2 das Unternehmen zukünftig einsparen kann: Um 90 Prozent wird sich der Energiebedarf reduzieren. Gleichzeitig werden die Emissionen jährlich um 2.500 Tonnen CO2 zurückgehen. Damit leisten die Michelin Reifenwerke einen Beitrag zum Erreichen unserer Klimaziele. Bis 2050 wollen wir klimaneutral sein, so wurde es bereits 2014 im Klimaschutzgesetz festgeschrieben."

Bei der Vulkanisation wird der Rohreifen unter sehr hohen Temperaturen elastisch. Ein Prozess, den jeder Reifen durchlaufen muss und energetisch sehr aufwendig ist, wie das Ministerium für Umwelt Energie, Ernährung und Forsten (MUEEF) des Landes weiter mitteilt.

Von Dampf auf Elektro

Dieser Prozess geschehe mit Hilfe von Pressen, die in Bad Kreuznach bisher mit Dampf betrieben wurden. Die Modernisierung sehe vor, zukünftig Elektropressen einzusetzen. Dabei erhöht sich der Wirkungsgrad von etwa vier Prozent auf rund 60 Prozent.

Das Ziel ist, durch die Elektropressen den Energiebedarf um 90 Prozent zu reduzieren. Die Investitionskosten betragen laut Ministerium insgesamt 9,76 Millionen Euro. Förderfähig über den EFRE sind 30 Prozent der Investitionsmehrkosten (2,3 Millionen Euro) gegenüber der konventionellen Technik.

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