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Aida mit LNG unterwegs

Die Aida nova – das weltweit erste Kreuzfahrtschiff, das vollständig mit flüssigem Erdgas (LNG) betrieben werden kann – hat nach eineinhalb Jahren Bauzeit die Dockhalle der Meyer Werft in Papenburg verlassen.

22. August 2018

„Das Schiff ist ein Symbol für mehr Umweltschutz im Seeverkehr und ein Vorreiter einer ganzen Branche“, so Dr. Timm Kehler, Vorstand von Zukunft Erdgas.

Emissionsarme Schifffahrt

Immer mehr Akteure haben den Nachholbedarf in Sachen Klimaschutz erkannt, so der Verband: Auch andere Reedereien würden auf LNG-Antrieb umsatteln. Allein die deutsche Meyer Werft verzeichne derzeit über ein Dutzend LNG-Cruiseliner in ihren Auftragsbüchern.

„Wir begrüßen den Trend in Richtung einer emissionsarmen Schifffahrt mit LNG. So können Reedereien ihre Umweltbilanz schlagartig verbessern und zu mehr Klimaschutz auf unseren Weltmeeren beitragen“, sagt Kehler.  Dass sich deutsche Schiffsbauer hier als Technologieführer etablieren, sei ein zusätzlicher Bonus für den Industriestandort Deutschland.

Neue Grenzwerte ab 2020

Nach Angaben des Weltverkehrsforums (ITF) verursacht der Verkehrssektor derzeit etwa 14 Prozent der globalen CO2-Emissionen, auf die Schifffahrt entfallen rund drei Prozent, wie Zukunft Erdgas weiter ausführt.

Zudem seien 15 Prozent der globalen Stickoxid- und 13 Prozent der Schwefeldioxidemissionen auf die Schifffahrt zurückzuführen. Die Internationale Schifffahrtsorganisation (IMO) hat daher neue Grenzwerte für Schadstoffemissionen von Schiffen festgelegt, die ab 2020 gelten.

Option auf Biogas

„Eine deutlich umweltfreundlichere und sofort verfügbare Alternative zu den Schifffahrtstreibstoffen Schweröl und Marinediesel ist LNG – der sauberste fossile Brennstoff. Und der einzige, der durch den Einsatz von Biogas und synthetischem Erdgas selbst kontinuierlich grüner wird“, erklärt Kehler.

Der Verband weist darauf hin, dass selbst bei einer Betrachtung aller innerhalb der Wertschöpfungskette erzeugten Emissionen LNG 10 bis 20 Prozent weniger CO2 als Dieselmotoren verursacht. Das zeige eine Analyse des europäischen Gasfahrzeugverbands (NGVA).

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