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Carsharing, Ladesäulen für Elektroautos, Verkehrs-Apps die Mobilität in Städten hat sich in den vergangenen Jahren gewandelt.

21. Juli 2017

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat mit der Unternehmensberatungs- und Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Pricewaterhouse-Coopers (PWC) in den 25 größten Städten Deutschlands untersucht, wie gut und innovativ diese sich auf Digitalisierung, Elektromobilität und autonomes Fahren einstellen.

Hamburg hat eine gute Strategie für intelligente Transportsysteme, Stuttgart liegt in der Elektromobilität vorn. Im internationalen Vergleich hinken deutsche Städte jedoch hinterher. So wäre Amsterdam im Ranking mit großem Abstand auf Rang eins gelandet. In der niederländischen Stadt gibt es gute Sharing-Angebote und vor allem über 5.000 Elektrofahrzeuge, die an über 3.000 Ladesäulen aufgeladen werden können.

Die Forscher untersuchten beispielsweise, ob die Städte Daten über das Verkehrsaufkommen erfassen und zur Verfügung stellen, wie gut Carsharing-Angebote sind und die Anzahl der Ladesäulen für Elektrofahrzeuge.

Obgleich Städte die Bedeutung autonomer Fahrzeuge für die Stadtentwicklung erkannt haben, sind sie bislang noch nicht gestaltend aktiv, so die Forscher. Ein Best-Practice-Beispiel fanden sie in Singapur, wo seit 2016 fahrerlose Taxis auf einer von staatlichen Behörden bereitgestellten Teststrecke unterwegs sind; oder in den Niederlanden, wo fahrerlose Busse auf Firmen- oder Universitätsgeländen zum Einsatz kommen.

Die Studie zeigte, dass die Größe einer Stadt einen wesentlichen Faktor für die Digitalisierung der Mobilität darstellt, aber nicht zwingend notwendig ist. Leipzig überzeugte etwa mit einer nutzerfreundlichen ÖPNV-App, die Echtzeitinformationen über die Verkehrslage sowie ein gut funktionierendes Mobile Payment bietet. Mietfahrräder und -autos ermöglichen eine gute Tür-zu-Tür-Mobilität, teilt das DLR mit.

Erschienen in Ausgabe: 06/2017