Alcatel-Lucent und SWU TeleNet bringen Breitband in die Region Ulm

Als Teil der ›Internet Offensive 2012‹ der Europäischen Kommission, die darauf zielt, jeden europäischen Bürger mit 30 Mbit/s Breitband bis 2020 zu versorgen, arbeitet die Region Ulm bereits jetzt an der Umsetzung.

02. März 2011

Der lokale Netzbetreiber SWU TeleNet, ein Tochterunternehmen der Stadtwerke Ulm, und Alcatel-Lucent bauen in 14 Ulmer und Neu-Ulmer Ortsteilen sowie der unabhängigen Gemeinde Talfingen ein Breitbandnetz auf. Als erste Gemeinde ist nach eigenen Angaben Jungingen vor kurzem ans Netz gegangen. Dort steht Bürgern und Unternehmen nun ein VDSL-Anschlusses mit bis zu 50 Mbit/s (Fiber to the Curb FTTC) zur Verfügung. Mit FTTC endet die Glasfaser in einem Schaltverteiler am Bordstein. Von dort werden die Signale über das Kupferkabel zum Teilnehmer geführt.

Mit der gleichen Alcatel-Lucent ISAM-Systemfamilie werden Neubaugebiete, größere Wohneinheiten und Einzelhäuser erschlossen. Hier kommt die Lösung Fiber to the Home (FTTH) bzw. Fiber to the Building (FTTB) zum Einsatz. Mit FTTH gelangt die Glasfaser direkt von einer Vermittlungsstelle bis zum Teilnehmeranschluss. Mit FTTB endet sie im Keller eines Gebäudes. Von dort wird das Signal über die vorhandene Gebäudeverkabelung bis zur Anschlussdose geführt.

Während im Innenstadtbereich zahlreiche Breitbandanbieter um Kunden konkurrieren, sind die ländlichen Gebiete wegen hoher Investitionskosten bisher außen vor geblieben. Als Telekommunikationstochter der Stadtwerke Ulm hat die SWU TeleNet das Ziel, die Bevölkerung und die Unternehmen Ulms mit Breitband zu versorgen. Eine enge Zusammenarbeit und Nutzung von Synergien der Mutter SWU sowie die Kooperation mit dem Telefonie-Diensteanbieter G-FIT halten die Investitionskosten im Rahmen.