Alltagstauglichkeit von E-Autos in ländlichen Regionen im Test

Das Oldenburger EWE-Forschungszentrum für Energietechnologie Next Energy testet im Rahmen des Projekts ›GridSurfer‹, inwieweit sich der Elektroantrieb auch für ländlich geprägte Regionen eignet. Aussagefähige Daten sollen in den kommenden Monaten drei von der Firma L.E. Mobile umgebaute Audi A2 liefern.

01. Juni 2011

Aussagefähige Daten sollen in den kommenden Monaten drei von der Firma L.E. Mobile umgebaute Audi A2 liefern – Testfahrzeuge, die mit Batterien des Berliner Cleantech Unternehmens DBM Energy ausgestattet sind und laut eigener Angabe ohne Nachladen über 200 km zurücklegen sollen.

»Die große Reichweite ist ideal für unser Forschungsprojekt, schließlich wollen wir Erkenntnisse über die Alltagstauglichkeit von Elektrofahrzeugen außerhalb der Städte gewinnen«, begründet Dr. Bettina Lenz, Bereichsleiterin Energiespeicher bei Next Energy, die Wahl des Lieferanten. Zwar hätten Alternativen in Form von Serienfahrzeugen zur Verfügung gestanden, die aber – je nach Fabrikat – spätestens nach 70 bis 150 km nachgeladen werden müssen. »Das hätte uns nicht wirklich neue Erkenntnisse gegeben. Wir wollen das Nutzerverhalten protokollieren, da sollte nicht jede zweite Fahrt an der Ladesäule enden«, so die Batterieexpertin.

Dass die Fahrzeuge tatsächlich für den Alltag und nicht für Rekordfahrten konstruiert wurden, verdeutliche bereits die Fakten: 40 KWh Batteriespeicher, Viersitzer, geräumiger Kofferraum, dazu Sitzheizungen, Fensterheber und Klimaanlage. Aufschluss über die Effizienz des aktuellen Fahrstils gibt laut eigner Angabe zudem die Economy-Anzeige, die sich direkt neben der Geschwindigkeitsanzeige ablesen lässt.