Altmaier: »Wirkung des Emissionshandels auf neues Niveau heben«

»Wir stehen vor der Aufgabe, die Wirkung des Emissionshandels auf ein völlig neues Niveau zu heben«, so Bundesumweltminister Peter Altmaier auf einer internationalen Fachkonferenz zur Zukunft des weltweiten Emissionshandels in Berlin.

17. April 2013

Im Rahmen der Konferenz trafen sich dieser Tage 200 Teilnehmer. Darunter Vertreter von Regierungen, Unternehmen, Nichtregierungsorganisationen und wissenschaftlichen Einrichtungen aus aller Welt. Zwei Tage lang diskutierte und beriet man, welche politischen und praktischen Voraussetzungen für einen globalen Kohlenstoffmarkt geschaffen werden müssten. Auch wie die verschiedenen Systeme miteinander zu einem gemeinsamen Markt vereint werden können, stand auf der Liste.

»Diese Chance müssen wir jetzt nutzen. Wir brauchen eine politische Agenda, die den Emissionshandel zu einem nachhaltig wirkungsvollen globalen Instrument für den Klimaschutz machen soll. Gleichzeitig müssen wir in Europa rasch die Geburtsfehler des europäischen Emissionshandels in den Griff bekommen und Maßnahmen ergreifen, um den derzeitigen Verfall der Zertifikatspreise aufzuhalten«, sagte Bundesumweltminister Altmaier.

Derzeit steht das Europäische Emissionshandelssystem stark unter Druck. aufgrund der globalen Wirtschaftskrise mehr Zertifikate an die Marktteilnehmer ausgegeben worden als benötigt. Für die Unternehmen besteht derzeit kaum ein Anreiz, in Maßnahmen und Technologien zu investieren, die den Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase reduzieren. Daher will die Europäische Kommission 900 Mio. Zertifikate aus dem Markt nehmen.

Ungeachtet der aktuellen Krise des europäischen Systems wächst derzeit weltweit das Interesse am Emissionshandel, so das Bundesumweltministerium (BMU). Neben den Systemen der EU, Australiens und Neuseelands gibt es unter anderem in Nordamerika und Japan regionale Initiativen. Weitere Länder wie China und Südkorea sind dabei ein System einzuführen oder diskutieren dies.