Andasol 3 arbeitet trotz Abschreibung wirtschaftlich

Das Solarthermie-Kraftwerk Andasol 3, an dem auch die Stadtwerke München beteiligt sind, arbeitet trotz der Folgen der Finanzkrise in Spanien wirtschaftlich.

04. Juli 2013

Die unerwarteten gesetzgeberischen Eingriffe in Spanien, die seit Jahresbeginn gültig sind, verursachen durch Reduzierung der Einspeisevergütung, Abschaffung der Zufeuerungsentlastung und Erhebung einer Umsatzsteuer dauerhaft massive, zukünftige Einbußen. Dies führte auf Ebene des SWM-Konzerns eigenen Angaben zufolge zu Abschreibungen in Höhe von insgesamt 64 Mio. €, veröffentlicht im Geschäftsbericht 2012.

Gemeinsam mit anderen Investoren prüfen die SWM rechtliche Schritte gegen den spanischen Staat unter einem völkerrechtlichen Investitionsschutzabkommen für Energieinfrastrukturinvestitionen (Energie Charta). Sollte es zu einem Verfahren kommen, sei allerdings mit einer mehrjährigen Dauer zu rechnen.

Auch wenn die ursprünglichen Annahmen zur Rentabilität des Projekts unter den geänderten Bedingungen deutlich verfehlt werden, könne das Projekt dennoch ein Mehrfaches an den laufenden Kosten erwirtschaften und somit wirtschaftlich betrieben werden – nicht zuletzt, da Sonnenenergie keine variablen Kosten verursacht, so die SWM. Die Befürchtung der CSU-Stadtratsfraktion, dass die Münchner Gebührenzahler »die Zeche zahlen müssen« sei also gänzlich unbegründet.