Angebot ist abgerundet

Rund 100.000 Besucher zur Fachmesse Energie erwartet

Was den Besucher der Fachmesse Energie erwartet und wie die Deutsche Messe AG ihr Messekonzept an die neuen Marktgegebenheiten anpasst, erläutert Prof. Dr. Klaus Goehrmann, Vorsitzender des Vorstandes der Deutschen Messe AG.

11. April 2001

Goehrmann: Der gesamte Energiesektor ist zur Zeit in Bewegung, deshalb haben wir uns entschlossen, die Fachmesse Energie zum jährlichen Bestandteil der Hannover Messe zu machen. Bereits für die kommende Veranstaltung haben sich 500 Aussteller mit einer Netto- Ausstellungsfläche von rund 22.000 Quadratmeter angemeldet. Sie zeigen Themen der Energiewirtschaft und Energietechnik. Zu den Themen der Energiewirtschaft zählen Energiemanagement, Trading, Contracting sowie das Angebot von Dienstleistungen. Im Bereich der Energietechnik ist auf der Energie 2000 der vollständige Markt traditioneller, regenerativer und zukünftiger Energien abgebildet. In beiden Bereichen sind alle Marktführer vertreten.

Begleitend zur Fachmesse führen wir am 22. und 23. März den Energiegipfel zum Thema „Ausstieg aus der Kernenergie - wo steigen wir ein?“ durch. Der zweite Tag des Energiegipfels am 23. März widmet sich dem Thema Forschung und Entwicklung. Hier geht es um „Die Vernetzung regenerativer Energien“ und um den Einsatz von „Brennstoffzellen im Alltag“.

ES: Mit der Fachmesse Energie 2000 stellen Sie gegenüber früher ein breiteres Themenspektrum vor. Welche Bereiche waren schon immer dabei und welche sind hinzugekommen?

Goehrmann:Während das Thema Energietechnik schon traditionell Bestandteil der Hannover Messe ist, sind beginnend mit diesem Jahr die Themen der Energiewirtschaft, der Energieversorger und das ganze Dienstleistungsspektum hinzugekommen. Synergien ergeben sich zu den anderen Ausstellungsbereichen, etwa zum Thema Software. Erstmals werden gebündelt in Halle 14 - der Softwarehalle - rund 300 Aussteller mit Industrie-PC-Techniken vertreten sein. Speziell zum Thema Energie bieten hier einige Unternehmen Software und Dienstleistungen an.

ES: Sie sprachen gerade die Synergien der Fachmesse Energie mit anderen Bereichen der Hannover Messe an. Welche Bereiche sind noch interessant?

Goehrmann: Als besonders eng darf das Zusammenspiel zwischen factory automation und Energie angesehen werden. In der Fachmesse factory automation zeigt sich, dass die Fabrik der Zukunft flexibel, kommunikationstechnisch offen und mit ihren Lieferanten, Systempartnern, Zuarbeitern und Kunden vernetzt ist. Eine Tatsache, die damit auch den gesamten Energiebereich betrifft. Die Fachmesse factory automation findet jährlich innerhalb der Hannover Messe statt. Nach dem großen Erfolg im Jahr 1999 haben wir zur diesjährigen Hannover Messe die Aktivitäten, Flächen und Ausstellungsmöglichkeiten noch weiter ausgebaut. Die factory automation wird die größte Fachmesse innerhalb der Hannover Messe sein.

Vernetzte Intelligenz der Industrie aber ist ohne industrielle Haus- und Gebäudetechnik nicht möglich. Deshalb ist die Gebäudetechnik in den ungeraden Jahren ab 2001 Bestandteil der Fachmesse Energie. Hier zeigt sich, dass sich industrielle Gebäudetechnik zu einem Betriebssystem der intelligenten Fabrik entwickelt hat. Zur Gebäudetechnik im Rahmen der Fachmesse Energie gehört das komplette Angebot der BUS-Technologien und Netzwerke, der Gebäudenieder- und -mittelspannungstechnik, der Gebäudautomation, der Gebäudeleittechnik. Somit gehören auch Teilbereiche aus Heizung, Klima und Lüftung dazu.

ES:Wie viele Besucher werden Sie voraussichtlich dieses Jahr für das Thema Energie gewinnen können?

Goehrmann: Für die Fachmesse Energie rechnen wir mit rund 100.000 Besuchern, das heißt jeder dritte Besucher der Hannover Messe kommt zur Energie. Wegen der hohen politischen, wirtschaftlichen und auch technischen Aktualität des Themas Energie erwarten wir zusätzliche Besucher aus der Industrie, etwa Einkäufer, Consulter oder auch Händler.

Erschienen in Ausgabe: 03/2000