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Dossier

Anomalien auf der Spur

Ungewöhnliche Kommunikationsflüsse innerhalb eines IT-Netzwerkes können auf Cyberattacken oder technische Fehler hindeuten. Hier heißt es, schnell zu reagieren. Eine Anomalieerkennung kann helfen.

31. Juli 2018

Die Bedrohung der Informations- und Kommunikationstechnologiesysteme von digitalen Infrastrukturen, wie beispielsweise in der Energieversorgung oder in der Industrie, nehmen zu. Angriffe gefährden dabei nicht nur die Versorgungssicherheit der Allgemeinheit, sondern ebenso effiziente Produktionsprozesse.

Stark vernetzte industrielle Umgebungen benötigen deshalb ein integrales Sicherheitskonzept, das die Netzwerke als Nervensystem der Industrie 4.0 und des Industriellen Internet der Dinge (IIoT) vollständig überwacht. VNG Innovation investiert in die Gefahrenabwehr im Rahmen der Industrial Security und ist eine strategische Partnerschaft mit dem Leipziger Start-up Rhebo eingegangen. Das Technologieunternehmen bietet eine industrielle Anomalieerkennung, um industrielle Netzwerke (Industrial Control Systems) gegen technische Fehlerzustände und Cyberangriffe abzusichern.

Verdächtige Muster

Die Anomalieerkennung ist eine Methode der Gefahrenabwehr im Rahmen der IT- und OT(Operational Technology)-Sicherheit. Eine Anomalie beschreibt dabei jede Veränderung der erlaubten und bekannten Standardkommunikation in Netzen. Dies kann eine Malware oder Cyberattacke sein. Auch fehlerhafte Datenpakete oder durch Netzwerkprobleme, Kapazitätsengpässe oder Anlagenfehler verursachte Kommunikationsveränderungen stellen eine Anomalie dar. Die VNG-Tochter sieht laut eigener Angabe bei dem Leipziger Start-up viel Potenzial, die Informations- und Kommunikationstechnologien unter anderem von Stadtwerken, Netzbetreibern und Industriekunden sicherer zu machen.

»Auch in der Gaswirtschaft müssen Gasförderanlagen, Gasspeicher, Fernleitungsnetze sowie die Gasverteilernetze vor Angriffen sicher sein. Als deutsches Technologieunternehmen tritt Rhebo an, digitale Netzwerke vor Cyberattacken verlässlich zu schützen. Deshalb freuen wir uns, mit Rhebo an einem weiteren innovativen Leipziger Start-up beteiligt zu sein, das die Zeichen der Zeit erkannt hat«, sagt Andreas Franke. Er ist Geschäftsführer von VNG Innovation.

Die Lösung des Start-ups analysiert kontinuierlich die Netzwerkkommunikation und meldet in Echtzeit jegliche Veränderungen dieser. Dadurch werden auch Bedrohungen und verdächtige Kommunikationsmuster sichtbar, die bislang unbekannt oder unentdeckt blieben und damit die Sicherheit und Kontinuität industrieller Umgebungen gefährden, so die VNG-Tochter.

Netzwerkprobleme auf dem Schirm

»Der Bedarf an neu gedachten Lösungen zum lückenlosen Monitoring von Steuerungsnetzen auf technische Fehlerzustände und verdeckte Cyberangriffe ist klar gestiegen, nicht zuletzt durch das IT-Sicherheitsgesetz und die zunehmende Vernetzung von Produktionsanlagen«, so Klaus Mochalski, CEO des Start-ups. Mit dem Rhebo Industrial Protector kann in industriellen Anlagen die Steuerungskommunikation einschließlich der Schaltanlagen-, Fernwirk- und Netzleittechnik überwacht werden. Dies geschieht laut Unternehmen lückenlos und rückwirkungsfrei.

Dabei wird ein verdächtiger Vorgang – eine Anomalie – nicht sofort geblockt, sondern in Echtzeit gemeldet. Abweichende Operationsverläufe, die zu Anlagenausfällen führen können, wie zum Beispiel Netzwerkprobleme und Maschinenstörungen, werden erkannt, nach Risiko bewertet und gemeldet. Die Anomaliemeldung in Echtzeit unterstützt den Betreiber der Anlagen, Veränderungen zu erkennen und sofort zu reagieren, so das Unternehmen.

»Mit der VNG Innovation GmbH konnten wir einen starken strategischen Partner hinzugewinnen, der einen unserer Kernmärkte, den der Kritischen Infrastrukturen, bestens kennt«, erläutert Mochalski die Entscheidung für den Investitionspartner.

Erschienen in Ausgabe: Nr. 06 /2018

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