Anstieg auf 6,88 ct

Markt

Die EEG-Umlage steigt ab dem 1. Januar 2017 von 6,35 auf 6,88ct/kWh. Die Erhöhung auf 6,88ct/kWh bedeutet eine Steigerung um 8,3% gegenüber dem bisherigen Wert, so Tennet. 2017 ergibt sich insgesamt ein Umlagebetrag von 23,98Mrd.€. Für einen durchschnittlichen Stromkunden entstehen laut der Süddeutschen Zeitung Mehrkosten von knapp 20€.

02. November 2016

»Um das Tempo der Energiewende hoch zu halten und die finanziellen Aufwendungen zu begrenzen, brauchen wir eine leistungsfähige Infrastruktur vor Ort. Systemsicherheit und -stabilität werden aufgrund des Ausbaus der Erneuerbaren stärker eine lokale und regionale Aufgabe werden. Wir plädieren deshalb für einen zellularen Ansatz, in dem Strom, soweit möglich, lokal und regional erzeugt, gespeichert und verbraucht wird«, so VKU-Geschäftsführerin Katherina Reiche. In den vergangenen Tagen habe es aus vielen Richtungen Vorschläge für alternative Modelle zur Finanzierung des Erneuerbaren-Ausbaus gegeben, so BDEW-Chef Stefan Kapferer. »Viele dieser Modelle teilen die gleiche Schwäche: Sie führen vor allem zu einer Umverteilung der Kosten in andere Bereiche wie Wärme und Verkehr, in die Zukunft oder in den Staatshaushalt.«

Bayern und NRW haben laut Medien vorgeschlagen, über einen Fonds die Umlage auf maximal 6,5ct/kWh zu deckeln. Der BEE will Industrieprivilegien der besonderen Ausgleichsregelung über den Bundeshaushalt finanzieren. Die Deneff schlägt unter anderem vor, Entlastungen an Energieeffizienznachweise zu knüpfen. Der VDMA mahnt dazu, die Debatte um die Höhe der Umlage zu versachlichen. Der Umbau des Energiesystems müsse so effizient wie möglich geschehen.

Erschienen in Ausgabe: 09/2016